Frauenmorde - Stichwort operative Fallanalyse

Ein wichtiges Element in den Ermittlungen um die Frauenmorde in mehreren österreichischen Bundesländern ist die operative Fallanalyse (OFA), für die im Bundeskriminalamt das von der Psychologin Christina Rieder geleitete Büro 4.4 zuständig ist. Die operative Fallanalyse ist ein standardisiertes Verfahren, das den Ermittlern neue Ansätze liefern soll.

“Das wichtigste ist, dass es sich bei der OFA immer um Teamarbeit handelt”, sagte Rieder am Freitag. Im ihrem Büro sind neben ihr noch zwei Kriminalbeamte eingesetzt, dazu kommen bei großen Fällen wie jetzt bei den Frauen Ermittler aus den beteiligten Landeskriminalämtern. Sind zu einem Fall die Grundermittlungen abgeschlossen, bekommen die OFA-Spezialisten das Material und versuchen daraus ihre Schlüsse zu ziehen. Dabei geht es meist um die Verhaltensmuster des Täters, aber auch um die Opferbilder. Operative Fallanalysen gibt es nur bei schweren Fällen, also etwa Tötungs- und Sexualdelikten.

Zur aktuellen Causa wollte oder durfte Rieder nichts sagen, außer dass bisher bei zwei der Frauenmorde eine OFA durchgeführt wurde. Der am Dienstag im Burgenland entdeckte Mord war nicht darunter. Sie wollte sich auch nicht zu den Gründen äußern, die dafür sprechen, dass die 2007 bzw. 2010 entdeckten Morde in Niederösterreich an Wiener Prostituierten zusammenhängen.

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