Frauenleiche in Döbling gefunden

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Ein jahrelanges Martyrium hat vergangene Woche für die 47-jährige Gerda Sch. ein trauriges Ende genommen – Ihr alkoholkranker Lebensgefährte gilt als dringend tatverdächtig.

Wie die Polizei berichtete, wurde am Freitag die Leiche der Frau in einer Gemeindebauwohnung in der Flotowgasse in Wien-Döbling gefunden. Die Frau wies zahlreiche Verletzungen auf, unter anderem Stichwunden, Serienrippenbrüche und einen Schädelbasisbruch, sagte Major Klaus Mair vom Kriminalkomissariat West zur APA. Als Tatverdächtiger gilt ihr Lebensgefährte Dragan K.

Alarmiert wurden die Kriminalisten durch die Rettungskräfte, die der 45-jährige, gebürtige Bosnier, der mittlerweile staatenlos ist, in seine Wohnung in der Flotowgasse gerufen hat. Dort lag seine tote Lebensgefährtin nackt auf dem Sofa. Er und sein Bekannter Bernhard P. saßen schwer alkoholisiert daneben. Bei einer Obduktion der Frau, die sich im Obdachlosenmilieu bewegte, wurden schließlich zahlreiche, bereits länger zurückliegende Verletzungen diagnostiziert. Die jüngste, ein Schädelbasisbruch, der als unmittelbare Todesursache gilt. „Sie muss Zeit ihres Lebens schwer misshandelt worden sein“, sagte Mair.

K., der dringend verdächtigt wird, die Frau getötet zu haben, gab gegenüber den Ermittlern an, die Frau sei bereits Mittwoch von Unbekannten schwer verletzt worden. Statt die Rettung zu holen, habe er seinen Bekannten P. – einen ehemaligen Tierarzt und wie er selbst Alkoholiker – geholt, der sie untersuchen sollte.

Dieser wollte die Frau zuletzt am Donnerstagabend das letzte Mal lebend gesehen haben. Als er am Freitagmorgen wieder in die Wohnung gekommen sei, habe er nur noch ihren Tod feststellen können.

Auch dann verständigten die beiden nicht sofort die Rettung, sondern beratschlagten erst einmal bei einem Doppelliterflasche Wein, wie Mair sagte. Gegen den ehemaligen Tierarzt wird eine Anzeige wegen Im-Stich-lassen einer Verletzten eingebracht. Er sagte auch aus, dass der Tatverdächtige seine Frau regelmäßig misshandelt habe. Der genaue Todeszeitpunkt war nicht bekannt.

Redaktion: Claus KRamsl

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