Frauen für gleiche Arbeit schlechter bezahlt

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Frauen für gleiche Arbeit schlechter bezahlt
Heute ist “Equal Pay Day”. Er soll darauf aufmerksam machen, dass Frauen und Männer für die selbe Tätigkeit nicht gleich viel Geld erhalten. In Wien gibt es eine Lösung.

Wenn Frauen gleich viel verdienen wollen, wie Männer 2009 mussten sie bis zum 13. April arbeiten. Immerhin: Es ist eine leichte Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr. Da mussten Frauen um drei Tage länger schuften, um auf das Jahresgehalt der Männer zu kommen. Nämlich bis zum 16. April.

Mehr als drei Monate länger müssen Frauen also arbeiten, um auf das Einkommen zu kommen, dass die Männer in zwölf Monaten verdienen. Der Unterschied liegt in Wien durchschnittlich bei 581 Euro im Monat. In Österreich sogar bei 819 Euro.

Das soll sich ändern. In Wien setzt Frauenstadträtin Sandra Frauenberger von der SPÖ auf betriebliche Frauenförderung. Für Unternehmen wurde ein Handbuch erarbeitet. Künftig soll zudem die Vergabe von öffentlichen Aufträgen an Frauenförderungen gekoppelt werden. Sprich: Betriebe, die Frauen fördern, erhalten einen Zuschlag. Wien ist ein Vorbild für ganz Europa. Denn diese Maßnahmen sind einzigartig.

Derzeit wird dieser Entwurf juristisch geprüft, um eine Flut von Klagen leer ausgehender Betriebe zu vermeiden. Sobald es grünes Licht gibt, wird der Erlass in Wien eingeführt. Lange soll es nicht mehr dauern.

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