Frankreich wählt Nationalversammlung

Hollande steht vor einem weiteren Wahlsieg.
Hollande steht vor einem weiteren Wahlsieg. - © EPA
In den westlichen französischen Überseegebieten hat die erste Runde der Wahlen zur Nationalversammlung begonnen.

Ab 12.00 Uhr Pariser Zeit (MESZ) konnten am Samstag rund 5000 Wahlberechtigte auf den Inseln Saint-Pierre und Miquelon vor der kanadischen Atlantikküste als erste ihre Stimmzettel abgeben. Ebenfalls schon am Samstag wird in Überseegebieten wie Guadeloupe und Martinique abgestimmt. Im Mutterland in Europa werden erst an diesem Sonntag die Abgeordneten der ersten Parlamentskammer gewählt.

Hollandes Sozialisten vor Sieg

Nach letzten Umfragen kann der neue Präsident Francois Hollande auf einen deutlichen Sieg seiner Sozialistischen Partei (PS) hoffen. Für eine absolute Mehrheit in der Nationalversammlung wird sie sich allerdings voraussichtlich mit den Grünen oder linken anderen Parteien verbünden müssen.

Der jahrelang ganz auf den abgewählten Präsidenten Nicolas Sarkozy ausgerichteten UMP räumen Meinungsforscher kaum Chancen auf einen Überraschungserfolg ein. Die konservative Partei stellte bisher die Parlamentsmehrheit.

Das endgültige Ergebnis der Wahlen wird erst nach der zweiten Runde am Sonntag in einer Woche feststehen. Sie wird in allen Wahlkreisen fällig, wo kein Kandidat im ersten Wahlgang gewählt wird. Für eine Direktwahl in der ersten Runde brauchen die Kandidaten mehr als die Hälfte der abgegebenen Stimmen. Die Stimmenzahl muss zudem mindestens einem Viertel der eingeschriebenen Wähler entsprechen.

(APA)

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