FPÖ-Wissenschaftssprecher Karlsböck verzichtet aus Gesundheitsgründen auf Mandat

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Andreas Karlsböck verzichtet auf sein Mandat.
Andreas Karlsböck verzichtet auf sein Mandat. - © APA/GEORG HOCHMUTH
Der Wissenschaftssprecher der FPÖ, Andreas Karlsböck, verzichtet auf sein Nationalratsmandat. Grund dafür ist eine schwere Erkrankung.

Der FPÖ-Wissenschaftssprecher Andreas Karlsböck wird sein Nationalratsmandat in der kommenden Legislaturperiode nicht annehmen. Grund dafür ist eine schwere Erkrankung des Abgeordneten, wie die FPÖ am Mittwochabend in einer Aussendung bekannt gab. Zuletzt war Karlsböck wegen schwerer Anschuldigungen im Fokus der Öffentlichkeit gestanden. Die Erkrankung wurde bereits vor mehr als zwei Jahren diagnostiziert, so Karlsböck: “Bereits im Jänner 2015 hat man den Ausbruch einer ernsthaften Erkrankung festgestellt und sofort mit den notwendigen Therapien begonnen.” Leider habe er im Juli dieses Jahres einen Rückfall erlitten, der “weitere intensive Behandlungen mit mehreren Zyklen und gravierenden Nebenwirkungen” erforderlich gemacht habe.

Jenewein statt Karlsböck im Nationalrat

“Aufgrund meiner Erkrankung könnte ich meine Verpflichtungen als Abgeordneter, wenn überhaupt, nur in sehr eingeschränktem Ausmaß wahrnehmen und habe mich daher zum Mandatsverzicht entschlossen. Ich möchte mich nun auf meine Familie und auf meine Genesung konzentrieren”, erklärte der Wissenschaftssprecher der Partei.

Statt Karlsböck dürfte nun Hans-Jörg Jenewein in den Nationalrat einziehen, hieß es auf Nachfrage seitens der FPÖ. Das Mitglied des Bundesrates war bereits im Jahr 2013 kurzfristig als Nationalratsabgeordneter tätig.

Schwere Vorwürfe gegen Karlsböck

Karlsböck nahm in der Aussendung auch Bezug auf jene schweren Vorwürfe gegen ihn, die im Oktober publik wurden; mehrere Medien hatten von einer Anzeige einer angeblichen Geliebten gegen Karlsböck berichtet, der kolportierte Vorwurf lautete Nötigung und Körperverletzung. In dieser “für ihn und seine Familie ohnehin ausgesprochen schwierigen Situation” sei es “befremdlich und zusätzlich belastend, mit unhaltbaren, in den Medien kolportierten Vorwürfen konfrontiert zu werden”, die er auf das Schärfste zurückweise, hieß es in der Aussendung vom Mittwoch. Diesbezüglich seien bereits alle nötigen rechtlichen Schritte eingeleitet.

FPÖ sprache von “Schmutzkübelkampagne” gegen Karlsböck

Laut der den Medien zugespielten Zeugeneinvernahme der 50-jährigen Frau soll der Politiker im Zuge eines Streits mehrmals zugeschlagen haben. Der Vorfall soll bereits im Jahr 2016 erfolgt sein. Zurückgewiesen wurden die Vorwürfe auch schon vom Anwalt Karlsböcks; sein Mandant bestreite die Darstellung entschieden, hieß es. Die FPÖ hatte nach Bekanntwerden der Vorwürfe (knapp vor der Nationalratswahl) eine “Schmutzkübel-Aktion” geortet.

APA/Red.

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