FPÖ schlägt im Streit mit Bundespräsident Fischer zurück

Die FPÖ legt im Zwist mit Heinz Fischer nach.
Die FPÖ legt im Zwist mit Heinz Fischer nach. - © APA/Georg Hochmuth
Nach Heinz Fischers deutlicher Kritik an FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache wirft der freiheitliche Generalsekretär Herbert Kickl dem Bundespräsidenten “Lehrer-Lämpel-Manier” vor.

Nach der ungewöhnlich deutlichen Kritik von Bundespräsident Heinz Fischer an FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache schlagen die Freiheitlichen nun zurück. Generalsekretär Herbert Kickl wirft dem Staatsoberhaupt “selbstgerechte Lehrer-Lämpel-Manier” vor und behauptet, dass dieser auf Geheiß der SPÖ-Bundesgeschäftsführung agiere.

Anlass für die Auseinandersetzung ist Straches Rede beim FPÖ-Neujahrstreffen am vergangenen Samstag, in der er Kanzler Werner Faymann (SPÖ) als “Staatsfeind” bezeichnet hatte. Fischer wandte sich tags darauf mit einer Aussendung an die Öffentlichkeit und meinte, solche Wortmeldungen hätten in einem friedlichen und demokratischen Land “absolut nichts verloren”. Fischers Forderung an Strache: “So nicht.”

Kickl: Fischer ein “in Wolle gefärbter Sozialist”

“So nicht” hätte der Bundespräsident bei anderen Themen sagen sollen, findet Kickl, etwa als man Milliardenhaftungen für Pleitestaaten übernommen oder “im Zuge der neuen Völkerwanderung” die eigenen Gesetze außer Kraft gesetzte habe. Da aber habe Fischer geschwiegen, weil er eine “in Wolle gefärbter Sozialist und kein überparteiliches Staatsoberhaupt” sei.

Bei seiner jetzigen Aktion bleibe nur “der fahle Nachgeschmack einer politischen Wichtigmacherei kurz vor dem Amtsende ohne jede wirkliche moralische Substanz”, schreibt Kickl.

(APA, Red.)

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