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Formel 1 wieder in Frankreich - Le Castellet als Unbekannte

WM-Leader Vettel besichtigt die neue Strecke
WM-Leader Vettel besichtigt die neue Strecke ©APA (AFP)
Zehn Jahre nach dem bisher letzten Rennen kehrt die Formel 1 am Wochenende nach Frankreich zurück. Schauplatz des achten Saisonlaufs ist der Circuit Paul Ricard in Le Castellet nahe Marseille. Dort, wo es zuletzt am 8. Juli 1990 einen Grand Prix gegeben hatte, will Mercedes im Zweikampf mit Ferrari zurückschlagen. Toto Wolff hofft auf "jede Menge Punkte" in den kommenden zweieinhalb Wochen.

Der Circuit Paul Ricard war im Formel-1-Kalender von Magny Cours abgelöst worden. Im beschaulichen Ort in Zentralfrankreich wurde bis 2008 gefahren, dann wurde den Franzosen die Gastspiele der Rennserie schlicht zu teuer. Erst nach mehreren gescheiterten Anläufen einigte man sich auf ein Comeback in Le Castellet im Hinterland der Cote d’Azur.

“Frankreich war immer Teil der Geschichte der Formel 1, auf jede erdenkliche Weise”, sagte der viermalige Weltmeister Alain Prost. Die lange Pause sei aber “eine echte Demütigung” gewesen, behauptete Rennchef Christian Estrosi. Der frühere Bürgermeister von Nizza, der vor seiner Politik-Karriere als Motorrad-Pilot WM-Läufe fuhr, holte die Formel 1 nach langen Verhandlungen zurück. Rund 30 Millionen Euro müssen die Organisatoren dafür investieren.

Von den alten Grands Prix auf dem Kurs zeugen noch Filmaufnahmen, Erfahrungswerte gibt es aber nicht. Daher ist die technische Abstimmung der Autos für die Ingenieure heikel. Die Strecke wurde auf 5,8 Kilometer verlängert, drei lange Geraden bieten genügend Platz zum Überholen.

“Es gibt alles, was es braucht, damit es eine gelungene Rückkehr wird”, versicherte Force-India-Pilot Esteban Ocon, einer von drei Franzosen im Fahrerfeld. Die anderen sind Pierre Gasly (Toro Rosso) und Romain Grosjean (Haas), mit Renault gibt es zudem ein französisches Werksteam. Die “Grande Nation” ist damit auch in der Formel 1 dick da – ein Heimsieg erscheint in Le Castellet aber unrealistisch.

Erwartet wird hingegen eine Fortsetzung des Zweikampfs Ferrari gegen Mercedes, in dem zuletzt die Italiener die Nase vorn hatten. Titelverteidiger Lewis Hamilton hat seine WM-Führung nach den Niederlagen in Monaco und Kanada wieder an Ferrari-Topmann Sebastian Vettel verloren, daher gilt es nun zurückzuschlagen. “Ferrari hat zuletzt den besseren Job gemacht und liegt ein bisschen vor uns. Wir müssen mehr tun und uns anstrengen”, sagte Mercedes-Mann Hamilton.

Ganz tief greift der viermalige Champion aus England in diesen Tagen in seine Kiste mit Motivationssprüchen. “Ich habe komplettes Vertrauen in meine Jungs und lenke diese Energie in ihre Richtung”, beteuerte Hamilton vor dem ersten von drei Rennen binnen 14 Tagen. Einen solchen “Triple Header”, wie die Presseabteilung der Formel 1 bereits getitelt hat, hat es in der Geschichte noch nie gegeben.

WM-Spitzenreiter Vettel gibt sich dennoch demonstrativ gelassen. “Wir haben ein sehr effizientes Auto”, sagte der Deutsche. Auch Mercedes-Teamchef Wolff es sieht seine Mannschaft gut gerüstet. “Das Team hat in der Vergangenheit gezeigt, dass es dazu in der Lage ist, Hindernisse zu überwinden und wir arbeiten hart daran, es auch diesmal zu schaffen”, sagte der Wiener. Der bevorstehende Grand-Prix-Dreierpack – Frankreich, Österreich, England – biete auch die Chance auf die nächste WM-Wende.

Ein hartes Wochenende wartet auf Red Bull. Das Strecken-Layout kommt den Autos des Austro-Rennstalls nicht wirklich entgegen, zudem wird Le Castellet das erste Rennen nach Bekanntgabe der Beendigung der Partnerschaft mit Renault. Zumindest 2019 und 2020 wird Red Bull mit Honda-Aggregaten auf Punktejagd gehen.

(APA/ag./dpa)

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