Formel 1: Rosberg macht in Barcelona Jagd auf Mansell, Schumacher

Kann Nico Rosberg auch in Barcelona jubeln?
Kann Nico Rosberg auch in Barcelona jubeln? - © APA
Traditionell mit dem Großen Preis von Spanien in Barcelona wird am Sonntag um 14 Uhr die Europa-Tournee in der Formel 1 eingeläutet. Nico Rosberg kann in Katalonien Geschichte schreiben und einen weiteren “Babyschritt” Richtung Weltmeisterschaft setzen. Für zwei Hauptkonkurrenten, Lewis Hamilton und Sebastian Vettel, ist das Titelrennen aber noch lange nicht verloren.

Nach zwei vergeblichen Anläufen auf die Formel-1-Krone und zwei schmerzhaften Niederlagen im internen Duell mit Mercedes-Teamkollegen Hamilton läuft es bei Rosberg derzeit so richtig rund.

Zwar ist noch nicht einmal ein Viertel der Saison absolviert, wohl aber besteht kein Zweifel am Status des 30-Jährigen als aktuell klarer WM-Favorit. Setzt man jetzt auf den Deutschen, muss man bei dem britischen Buchmacher William Hill mit der mageren Gewinnquote von 4:7 vorlieb nehmen.

Rekordjagd nach Vettel, Schumacher und Mansell

Schuld daran ist die laufende Siegesserie, die Rosberg in die Nähe zu absoluten Allzeit-Größen seines Fachs gerückt hat. Der WM-Führende hält derzeit bei sieben Grand-Prix-Siegen in Folge, ist damit er nur noch zwei vom Rekord seines Landsmanns Vettel entfernt, den jener 2013 mit neun Erfolgen en suite aufgestellt hatte.

Gewinnt Rosberg auch in Barcelona, wäre er der Einzige neben dem Deutschen Michael Schumacher (2004) und dem Briten Nigel Mansell (1992), der eine Saison mit fünf Siegen begann. Beide wurden in dem jeweiligen Jahr Weltmeister.

Rosber will noch nicht vom WM-Titel träumen

Rosberg, der in der WM-Wertung 43 Punkte vor Hamilton liegt, will sich trotz der imposanten Zahlen aber nicht auf Spekulationen einlassen. “Das war ein super Start, aber im Moment genieße ich einfach den Augenblick und meine aktuelle Form. Ich gebe mein Bestes, um so weiterzumachen und hoffe, dass ich es bis zum Saisonende durchziehen kann”, sagte der Barcelona-Vorjahressieger.

Hamilton denkt noch lange nicht ans Aufgeben

Ein wesentlicher Faktor dabei wird wohl sein, ob Dauerrivale Hamilton bald wieder auf die Siegerstraße zurückfindet. Ans Aufgeben denkt der Dreifach-Weltmeister aus England nicht. “Für mich ist das Glas halbvoll. Es ist eine große Herausforderung, aber es liegt noch ein langer Weg vor uns. Noch sind 17 Rennen zu fahren”, weiß der 31-Jährige.

Mit der Zusammenarbeit mit seiner Crew sei er “richtig happy”. “Wir haben die Abstimmung des Autos bisher an jedem Wochenende gut getroffen. Leider konnte ich das nie voll ausreizen”, meinte Hamilton, der in der Rennpause mit ausgelassenen Partyfotos in dem Instant-Messaging-Dienst Snapchat für Gesprächsstoff sorgte.

Vettel will Saison nicht vorzeitig abhaken

Auch Ferrari-Aushängeschild Vettel will die Saison trotz 67 Punkten Rückstand auf Rosberg nicht vorzeitig abhaken. “Es sind doch erst vier von 21 Rennen gefahren. Es ist einfach noch zu früh”, sagte der Vierfach-Champion der “Sport Bild”. “Man ist immer gut beraten, ruhig weiter zu arbeiten und seinen Plan zu verfolgen. Und immer genau zu analysieren, wo man aufrüsten muss. Es ist normal, dass es nicht leicht ist, aus einem Loch zu kommen, das durch jahrelange Misserfolge entstanden ist. Da ist Geduld gefragt.”

Unruhe bei Ferrari

Statt Geduld scheint sich im Umfeld der roten Renner aus Maranello, die mit großen Erwartungen in die Saison gestartet waren, aber eher wachsende Unruhe breitzumachen. Zuletzt tauchten in italienischen Medien sogar Spekulationen um eine baldige Ablöse von Teamchef Maurizio Arrivabene durch Technikchef James Allison auf. Laut “Autosprint” könnte Ferrari anstelle des Briten den Italiener Aldo Costa von Mercedes zurückholen. Bei der Scuderia hielt man sich vorerst bedeckt.

(APA)

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