Fonds Soziales Wien betreute im Jahr 2015 insgesamt 118.560 Menschen

FSW-Chef Peter Hacker zog Bilanz bei einer Pressekonferenz
FSW-Chef Peter Hacker zog Bilanz bei einer Pressekonferenz - © APA/HANS KLAUS TECHT
Im Vorjahr waltete der Fonds Soziales Wien (FSW) über ein Gesamtbudget von 1,4 Mrd. Euro. Das haben FSW-Chef Peter Hacker und Sozialstadträtin Sonja Wehsely (SPÖ) am Freitag in einer Pressekonferenz berichtet. Hinter den Umsatzzahlen verbergen sich zahlreiche Einzelschicksale.

Konkret bezogen im Vorjahr 118.560 Menschen soziale Dienstleistungen. Der Schwerpunkt lag dabei im Bereich der Pflege. Der größte Brocken der FSW-Dotierung kommt von der Stadt. 924 Mio. Euro schießt die Kommune dem Fonds zu. Geld kommt weiters auch aus dem Pflegefonds bzw. in Form von Kostenbeiträgen der Kunden. Bei den Leistungen überwiegen die Pflege- und Betreuungsaufwände.

Wo der Fonds Soziales Wien hilft

Finanziert wurden 2015 fast 1,5 Mio. Stunden an Hauskrankenpflege. Die Hilfe für Menschen mit Behinderung schlug mit rund 268 Mio. Euro zu Buche. Leistungen wie betreute Wohnplätze oder Berufsintegrationsmaßnahmen wurden damit abgegolten. Für die Wiener Wohnungslosenhilfe wurden 62 Mio. Euro aufgewendet.

Relativ gering – jedenfalls im Verhältnis zum Anteil an der öffentlichen Debatte – waren die Kosten für die Flüchtlingsbetreuung. Rund 72 Mio. Euro wurden dafür ausgegeben – wobei die Stadt 41 Mio. zu tragen hat. Der Rest ist gemäß der Vereinbarung zur Grundversorgung vom Bund zu zahlen. Insgesamt wurden im Vorjahr rund 26.000 Asylwerber betreut.

FSW: “Wir sind da, um für Sie da zu sein”

Dazu kommen 27 Mio. Euro für jene Transitflüchtlinge, die im vergangenen Herbst durch Wien gereist sind. Die Kosten hierfür seien zur Gänze vom Bund zu übernehmen – der aber noch nichts überwiesen hat, wie Wehsely berichtete.

Das Jahr 2016 wird jedenfalls teurer, so viel ist bereits fix: Die Rathaus-Zuschüsse für den FSW werden heuer mehr als 1 Mrd. Euro betragen. Das Gesamtbudget wird laut derzeitiger Prognose mit 1,77 Mrd. Euro beziffert.

Das Motto des FSW – “Wir sind da, um für Sie da zu sein” – ist laut Fonds-Chef Hacker “keine leere Worthülse”. Man sei 365 Tage im Jahr präsent, beteuerte er. Mehr als 1.600 Mitarbeiter sind beim Fonds Soziales Wien beschäftigt. Hacker verwies auch auf die rund 160 Partnerorganisationen, die Dienstleistungen im Auftrag der Stadt erbringen.

Der heute vorgelegte Geschäftsbericht umfasst rund 100 Seiten. Dargelegt werden darin nicht nur die nackten Zahlen, sondern auch diverse Projekte und Adaptierungen. Erwähnt wird etwa die Erweiterung der Öffnungszeiten der Tageszentren für Senioren, die im Rahmen eines Pilotversuchs 2015 erprobt worden ist.

>>Zusatzbudget für den FSW

(apa/red)

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