Flugpolizei-Einsatzstelle entsteht am Cobra-Areal in Wiener Neustadt

Die Flugpolizei zieht zur Cobra nach Wiener Neustadt.
Die Flugpolizei zieht zur Cobra nach Wiener Neustadt. - © APA (Sujet)
Auf dem Areal des Einsatzkommandos Cobra in Wiener Neustadt entsteht eine Einsatzstelle der Flugpolizei. 15 Millionen Euro werden investiert, davon trägt 20 Prozent – maximal 2,9 Millionen Euro – das Land Niederösterreich. Bei der Präsentation der Pläne sprach Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) am Freitag von einem Kompetenzzentrum samt Hubschrauberwartungsbetrieb für Einsätze bei Tag und Nacht sowie Ausbildung.

45 laut Sobotka “umfassend ausgebildete” Piloten sind auf alle Standorte verteilt und fliegen rund 4.500 Einsätze im Jahr, 26 Mann in der Wartung beschäftigt. Zu flugpolizeilichen Aufgaben wie u.a. Überwachung oder Täterverfolgung kommen Einsätze bei der Suche nach Vermissten, bei Notlagen oder auch Totbergungen im alpinen Bereich, weiters in Katastrophensituationen wie Hochwasserereignissen oder Waldbränden. Wichtig sei auch die rasche Verlegung von Einsatzkräften im Fall terroristischer Sonderlagen, erinnerte der Minister an den Amoklauf im Vorjahr in München, als die deutschen Kollegen Unterstützung anforderten.

Flugpolizei-Einsatzstelle abseits von Wohngebiet

Die Zusammenarbeit mit dem EKO Cobra bringe Synergien. Der Standort sei aufgrund kurzer Anflugzeiten in die alpinen Regionen und der Lage abseits von Wohngebiet ideal, meinte Sobotka.

Der vorhandene Hangar und der Hubschrauberlandeplatz werden adaptiert und erweitert. Für die Errichtung einer Hubschrauberwerft und Pilotenschule wird ein europaweiter Architektenwettbewerb ausgeschrieben, als voraussichtlicher Baubeginn wurde Sommer 2018 genannt. Die derzeitige Einsatzstelle der Flugpolizei in Wien-Meidling bleibe als Standort für zwei stationäre Hubschrauber erhalten.

Rund 300 Menschen werden jedes Jahr von den Hubschraubern der Flugpolizei aus hochalpinen Regionen gerettet. Dazu kommen rund 450 Suchaktionen. Schneeberg und Rax in unmittelbarer Nähe von Wiener Neustadt werden zusammen jährlich von etwa 300.000 Touristen besucht.

Arbeitsplatzschaffung durch Ansiedlung am Cobra-Areal in Wiener Neustadt

Die Errichtung einer Flugeinsatzstelle samt Werkstätte für acht Hubschrauber am Cobra-Areal sei “ein wichtiger und richtiger Schritt in der Erweiterung der Sicherheitsarchitektur Niederösterreichs und Österreichs”, betonte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP), vormals Innenministerin. Damit würden auch 45 Arbeitsplätze in die Region gebracht, merkte Bürgermeister Klaus Schneeberger (ÖVP) an. Wiener Neustadt habe u.a. mit angesiedelten internationalen Unternehmen Kompetenz in Flugtechnik und -industrie.

Seit 1992 ist das EKO Cobra in Wiener Neustadt beheimatet. Kommandant Bernhard Treibenreif freute sich auf den engen Zusammenschluss mit der Flugpolizei. Man arbeite heute schon beinahe täglich zusammen, verwies er als aktuelles Beispiel auf den Einsatz bei einem Banküberfall mit Geiselnahme in Tirol vor wenigen Tagen.

(APA/Red)

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