Flüchtlinge in NÖ mit Softguns “gezielt” anvisiert: Abneigung gegen Asylwerber

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Asylwerber sind den vier jungen Männern, die auf Flüchtlinge schossen, offenbar ein Dorn im Auge
Asylwerber sind den vier jungen Männern, die auf Flüchtlinge schossen, offenbar ein Dorn im Auge - © APA (Sujet)
Jene Schüsse aus Softguns, die auf Flüchtlinge in Wiener Neustadt am Donnerstagabend abgegeben wurden, dürften einen fremdenfeindlichen Hintergrund haben. Die vier jungen Männer sollen aus Abneigung gegen Asylwerber und Unzufriedenheit mit der Flüchtlingspolitik gezielt geschossen haben.

Erich Habitzl, Sprecher der Staatsanwaltschaft, bestätigte am Samstag einen dahingehenden Bericht des ORF Niederösterreich.

Täter wollten Softguns an Flüchtlingen ausprobieren

Die – nach der Tat ausgeforschten – Verdächtigen (18 bis 20 Jahre) hätten sich ihre Opfer aus dem Motiv der Fremdenfeindlichkeit heraus bewusst ausgesucht. Außerdem gaben sie laut Habitzl an, dass sie ihre Softguns an Menschen ausprobieren wollten. Die Staatsanwaltschaft beantragte wegen Verdachts der schweren Körperverletzung U-Haft.

Asylwerber in Wiener Neustadt beschossen

Eine Gruppe von sieben Flüchtlingen war nahe ihrer Unterkunft in der Arena Nova aus einem Auto heraus anvisiert worden. Die Asylwerber trugen von den Plastik-Geschossen Schwellungen davon und wurden im Spital ambulant behandelt.

Vier Verdächtige enthaftet

Nach dem mit Softguns verübten Attentat auf eine Gruppe von Flüchtlingen in Wiener Neustadt sind die Verdächtigen am Samstag “gegen gelindere Mittel” enthaftet worden, verwies Birgit Borns, Sprecherin des Landesgerichts, auf Weisungen sowie die Bestellung eines Bewährungshelfers.

Die Männer seien unter 21, also junge Erwachsene, alle vier hätten Arbeit. Sie seien geständig, reuig und zerknirscht, begründete Borns die Entscheidung. Die Staatsanwaltschaft hatte U-Haft beantragt.

(apa/red)

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