“Flitzer”-Vorfall bei Wiener Derby: Polizei ermittelt wegen Betrugverdachts

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Die Polizei hat die Ermittlungen wegen Betrugverdachts aufgenommen.
Die Polizei hat die Ermittlungen wegen Betrugverdachts aufgenommen. - © APA
Nach dem Skandal-Derby am Sonntag hat die Polizei Wien nun die Ermittlungen wegen Betrugs aufgenommen. Konkret geht es dabei um die beiden “Flitzer”, die durch ihre Aktion womöglich ein weiteres Tor durch die Austria verhindert haben.

Die Wiener Polizei hat am Freitag Ermittlungen wegen Betrugs nach der Aktion der beiden “Flitzer” im Wiener Fußball-Derby vom Sonntag (1:1) bestätigt.

Ermittlungen wegen Betrugs nach “Flitzer”-Vorfall im Derby

Das habe sich aus einer ersten Aussage einer der beiden nach deren Anhaltung herauskristallisiert, der meinte, dass er viel Geld verloren hätte, wenn die Austria noch ein Tor erzielt hätte. Dadurch habe sich automatisch ein Betrugsverdacht ergeben.

Polizeisprecher Patrick Maierhofer ergänzte, die formale Einvernahme der beiden Männer sei noch nicht erfolgt. Zuerst hatte krone.at über Ermittlungen wegen Wettbetrugs berichtet.

Verwirrung um Verwandtschaft mit Rapid-Profi Ljubicic

Der SK Rapid reagierte am Freitagnachmittag auf einen in Medien aufgetauchten Polizeibericht, wonach einer der beiden Platzstürmer angegeben hatte, mit Rapid-Profi Dejan Ljubicic verwandt zu sein. “Nach mehrfacher Rücksprache mit Dejan Ljubicic informieren wir, dass der besagte Vinko L. mit ihm weder bekannt und schon gar nicht verwandt ist”, schrieb Rapid in einem Club-Statement

In den Online-Ausgaben von “Krone” und “Kurier” war zuvor im Polizeibericht zu lesen gewesen, dass die beiden Männer bei ihrer Einvernahme im Stadion angegeben hätten “dass sie von Rapid-Seite nichts zu befürchten haben, da sie dort gut bekannt sind”. Während der Sachverhaltsaufnahme habe sich Rapid-Trainer Goran Djuricin auch freundschaftlich auf Kroatisch mit den Männern unterhalten. Rapid hielt indes fest: “Auch Trainer Goran Djuricin ist mit den beiden Flitzern trotz anderslautender Gerüchte weder bekannt und schon gar nicht verwandt.”

Djuricin selbst erklärte auf krone.at: “Ich bin zwischen den TV-Interviews vom ORF zu Sky gewechselt. Daneben sind die zwei jungen Burschen noch gestanden, haben fast geweint. Sie haben mich gerufen: ‘Gogo, Gogo, bitte hilf uns. Wir müssen jetzt 20.000 Euro zahlen!’ (…) Ich habe sie nur beruhigen wollen, gesagt, dass sie einen großen Blödsinn gemacht haben, aber alles schon nicht so schlimm wird. So bin ich halt.”

(APA/Red)

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