Fitnessstudios im Aufwärtstrend: Immer mehr Österreicher nutzen Angebote

Immer mehr Leute hierzulande schwitzen im Fitness Center.
Immer mehr Leute hierzulande schwitzen im Fitness Center. - © pixabay/janeb13
Immer mehr Österreicher schwingen sich auf Laufband und Co. Mittlerweile sind etwa 740.000 Österreicher in einem Studio angemeldet, das sind 8,6 Prozent der Gesamtbevölkerung. Das lassen sie sich auch pro Monat entsprechend kosten.

“Das ist ein Anstieg von 100.000 in den letzten fünf Jahren”, so Gerhard Span, Obmann des Fachverbandes der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) für Sport-und Freizeitbetriebe.

Österreichweit gab es Ende 2015 1.045 Studios, die Umsätze der Kraftkammern liegen bei etwa 415 Mio. Euro und stammen hauptsächlich aus den Mitgliedsbeiträgen. Pro Monat müssen die Sportwilligen laut Span im Schnitt 50 Euro hinlegen. Das sind um 15 Prozent weniger als vor zwei Jahren und liegt vor allem an den Billigstudios, wo man bereits ab 20 Euro Hanteln stemmen kann.

Lehrberuf als Fitnessbetreuer: “Bedarf ist da”

7.700 Mitarbeiter arbeiten hierzulande in der Branche, es gebe aber noch Luft nach oben. Auch der Lehrberuf als Fitnessbetreuer werde laut Span gut angenommen und habe Zukunftspotenzial. “Der Personalbedarf ist da”, so der WKO-Obmann und verwies auf den Billiganbieter Fitinn, der hierzulande 100.000 Mitglieder zählt und weiter expandiere.

Für den Diskonter ist das Geschäftsmodell sicher: “Um die Basics kommt man nicht herum. Das wird nie durch etwas anderes abgelöst werden”, so der Fitinn-Sprecher Michael Stangl.

Laut Stangl gehen die Österreicher auch im Sommer öfter ins Studio: Die früher starken Saisonschwankungen seien spürbar zurückgegangen. Der niedrige Mitgliedsbeitrag bei Diskontern verführe aber natürlich dazu, die ein oder andere Sporteinheit zu schwänzen. Es tue nicht weh, wenn man drei Monate nicht geht, heißt es von Fitinn.

Fitness-Trends in Österreich

Der Trend geht WKO-Obmann Span zufolge zu gerätefreiem Training, Gruppenkursen und Sportangeboten mit fernöstlichem Touch. Auch Selbstverteidigungsprogramme für Frauen fänden wieder mehr Zuspruch.

Internationale Betreiber haben ihm zufolge hierzulande nicht wirklich Fuß gefasst, heimische Betreiber würden besser laufen. Fleißiger als die Österreicher sind die Europäer im Norden: Besonders die Märkte in Norwegen, Schweden, Großbritannien und den Beneluxstaaten seien laut dem WKO-Obmann interessant.

Span wirbt auch dafür, dass mehr Unternehmen präventiv in Bewegungsmöglichkeiten für ihre Mitarbeiter investieren: “Für einen Euro der in Prävention investiert wird, kommen zwei bis sechs Euro zurück.”

(APA)

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