Finanzämter ab November mit kürzeren Öffnungszeiten

Die Finanzämter ändern ihre Öffnungszeiten.
Die Finanzämter ändern ihre Öffnungszeiten. - © APA/Barbara Gindl
Die Maßnahme tritt ab 2. November in Kraft und wird mit einer geringeren Kundenfrequenz und der Möglichkeit für die Beamten, mehr Zeit zur Bearbeitung von Akten zu bekommen, erklärt.

Die Finanzämter Österreichs haben ab 2. November kürzere Öffnungszeiten als bisher – und zwar sowohl in den Bundeshauptstädten als auch an allen anderen Standorten. Damit soll den Beamten mehr Zeit für die Bearbeitung von Akten bleiben, was eine raschere Erledigung bewirken soll. Eingeführt wird auch eine bundesweit einheitliche Telefonnummer.

Das telefonische Auskunftsservice der Finanzämter ist ab 2. November für alle Finanzämter unter einer Nummer erreichbar. Privatpersonen können unter +43 (0)50 233 233, Unternehmer unter +43 (0)50 233 333 ihr Amt kontaktieren, hieß es am Donnerstag in einer Aussendung des Finanzministeriums. Die telefonische Erreichbarkeit bleibt wie bisher montags bis donnerstags von 7:30 bis 15:30 Uhr und freitags von 07:30 bis 12:00 Uhr.

Vereinheitlicht werden auch die Öffnungszeiten: In den Landeshauptstädten Wien, Graz, Linz, Salzburg, Innsbruck und Klagenfurt haben die Ämter künftig Montag und Dienstag von 7:30 Uhr bis 15:30 Uhr geöffnet, am Mittwoch und Freitag von 7:30 bis 12:00 Uhr und am Donnerstag von 7:30 bis 17:00 Uhr. An allen anderen Standorten gilt künftig eine Öffnungszeit von 7:30-12:00 Uhr, am Donnerstag haben diese Ämter auch bis 15:30 Uhr geöffnet.

Kundenfrequenz ist zurückgegangen

Bisher hatten die Ämter etwas längere Öffnungszeiten – in Wien etwa donnerstags bis 18:00 Uhr; in den meisten anderen Ämtern gab es zumindest von Montag bis Donnerstag bis 15:30 Uhr Kundenverkehr. Serviceeinbußen soll die Öffnungszeiten-Kürzung keine bringen. Denn neben dem Freispielen der Beamten für eine raschere Abarbeitung der Akten begründet man die Kürzung der Öffnungszeiten im Finanzministerium auch mit der in den letzten Jahren zurückgegangenen Kundenfrequenz.

Grund dafür dürfte vor allem die Möglichkeit sein, seine Finanzamts-Wege rund um die Uhr online über das Web-Portal FinanzOnline (www.finanzonline.at) abzuwickeln – womit man sich den persönlichen Gang zum Finanzamt spart. Die neuen Öffnungszeiten wurden bereits im Rahmen eines Pilotprojekts in Oberösterreich getestet und seien gut angekommen: “Wir haben die neuen Öffnungszeiten fast ein Jahr lang in Oberösterreich getestet und evaluiert. Sie wurden von den Kundinnen und Kunden ausschließlich positiv aufgenommen”, erklärt Generalsekretär und Sektionschef im Bundesministerium für Finanzen, Hans Georg Kramer.

In den beiden Sommermonaten Juli und August – die erfahrungsgemäß weniger Kundenverkehr bringen – werden bundesweit alle Finanzämter von Montag bis Freitag von 07:30 bis 12:00 Uhr geöffnet haben.

(APA, Red.)

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