Filmfest Hamburg feiert Jubiläum mit 130 Filmen

Wenders wird die wichtigste Auszeichnung erhalten - © APA (AFP)

Ein 90-jähriger Eigenbrötler abgeschieden in der Wüste Arizonas: Das Filmfest Hamburg nimmt seine Besucher von diesem Donnerstag (5. Oktober) an mit auf Reisen in die unterschiedlichsten Welten. “Lucky” ist der Eigenbrötler – mit dem gleichnamigen Werk von John Carroll Lynch eröffnet das Festival, ebenso wie die Viennale dann am 19. Oktober.

Zum Abschlussfilm ist am 14. Oktober die schwedische Gesellschaftssatire “The Square” über einen Museumskurator zu sehen, die bei den Filmfestspielen Cannes die Goldene Palme gewonnen hatte. Dazwischen liegen knapp 130 Produktionen aus fast 60 Ländern und ein Preis für Wim Wenders. Rund 40.000 Gäste verzeichnet man in Hamburg alljährlich. In fünf Kinos auf acht Leinwänden sowie in drei Kinos außerhalb der Hansestadt (Lüneburg, Bargteheide und Schwerin) zeigt das Filmfest mittlerweile seine Beiträge. Die elf Sektionen reichen von Sparten für das politische Kino über europäische Publikumserfolge und Filmkulturen aus Fernost bis hin zur Hamburger Filmschau. Auch Fernsehproduktionen sind wieder mit “16:9” am Start.

16 Weltpremieren stehen auf dem Programm – und viele Prominente auf der Gästeliste. Regisseur Wenders (72) etwa erhält mit dem Douglas-Sirk-Preis die wichtigste der zehn Auszeichnungen des Festivals und stellt sein Werk “Submergence” vor. Die Schauspieler Lars Eidinger und Jürgen Vogel präsentieren ebenfalls ihre neuen Filme. Eidinger spielt den jungen Zar Nikolaj in dem russischen Film “Mathilde”, Vogel den Gletscher-Mann Ötzi in “Der Mann aus dem Eis”. Regisseur Volker Schlöndorff zeigt “Der namenlose Tag”, sein französischer Kollege Francois Ozon “L’Amant Double” und die französische Sängerin und Schauspielerin Vanessa Paradis “Dog”.

(APA/dpa)