Filmemacher Seidl: Heuchelei im Fall Arigona

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Filmemacher Seidl: Heuchelei im Fall Arigona
Als „eine Heuchelei, bei der alle mitspielen – Bevölkerung, Medien und Politik“, hat der Filmemacher Ulrich Seidl die Asyldebatte rund um den Fall Arigona Zogaj bezeichnet.

„Man hat sich der teils unmenschlichen Asyl-Situation in Österreich so lange verschlossen, bis durch Arigona die Katastrophe ein Gesicht bekommen hat. Jetzt stürzen sich alle darauf“, sagte Seidl der „Neuen Zeitung für Tirol“.

„Was mit Arigona Zogajs Familie passiert ist, ist natürlich eine Unmenschlichkeit der Sonderklasse“, so Seidl, der in seinem aktuellen Film ein weiteres gesellschaftliches Versäumnis behandelt:
„Import/Export“, der kommende Woche im Rahmen der „Viennale“ seine österreichische Erstaufführung erlebt, behandelt u. a. das Leben in geriatrischen Einrichtungen und will „Bewusstsein für die Situation in solchen Einrichtungen schaffen.

Diese Menschen sterben in totaler Einsamkeit, ohne seelische Betreuung. Und diese Betreuung können nicht die Pfleger übernehmen, das können nur Familie und Freunde. Hier muss die Politik handeln“, sagte Seidl.

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