Fehlzeitenreport: Beamte fallen fast drei Wochen aus

Fehlzeitenreport: Beamte fallen fast drei Wochen aus
Gastbeitrag von Johannes Huber: ZAHLEN ZUM TAG. Die durchschnittliche Krankenstandsdauer sinkt, beträgt aber noch immer 13,3 Tage im Jahr.


Bundesbeamte sind im Schnitt 13,3 Arbeitstage im Krankenstand. Bei Vertragsbediensteten handelt es sich nur um neun Tage. Das ist dem „Personalbericht Gesundheitsmanagement und Fehlzeiten 2015“ zu entnehmen, den das Bundeskanzleramt auf der Website www.oeffentlicherdienst.gv.at/ veröffentlicht hat. Die Krankenstandsdauer der Beamten ist gegenüber 2012 um einen Tag gesunken; die Zahl der Krankenstände ist jedoch auf 2,3 gestiegen. 13,3 Arbeitstage entsprechen fast drei Kalenderwochen.

Für die Unterschiede nach Berufsgruppen liefert der Personalbericht nachvollziehbare Argumente: „Die höheren Ausfallszeiten der BeamtInnen sind auf die Berufsgruppen, die Qualifikation und das höhere Durchschnittsalter dieser Personengruppe zurückzuführen. Die Berufsgruppen Exekutivdienst und Militärischer Dienst stellen mehr als die Hälfte der BeamtInnen und sind durch physische Belastungen und die wechselnde Arbeitszeit stärker krankheitsgefährdet.“ Für „sonstige Bedienstete“ weist der Bericht eine durchschnittliche Krankenstandsauer von gerade einmal 6,6 Tagen aus. Erklärung der Autoren: Dabei handelt es sich um – meist junge – Lehrlinge sowie Verwaltungs- und Unterrichtspraktikanten.

Auffallend sind die extrem großen Unterschiede der Krankenstandsdauern nach Alter und Einsatzgebiet: 25- bis 39-Jährige kommen auf 7,4 Tage; 60- bis 64-Jährige mit 15,3 Tagen auf doppelt so viele. Richter bringen im Schnitt 5,2 und Lehrer 6,2 Tage zusammen. Exekutivbedienstete erreichen dagegen 15,9 und Krankenpflegebedienstete gar 22,4 Tage.

Interessant ist auch die Verteilung übers Jahr: 2014, auf das sich der gesamte Bericht bezieht, war im März mit 23,8 Prozent jeder vierte Mitarbeiter des Bundesdienstes zumindest einmal im Krankenstand. In den Sommermonaten sank die Quote auf 10,7 Prozent.

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