Feel & Peel ist der erste Salon für Fischpediküre in Wien

Von Sarah van den Berg
Saman Hassani hat in seinem Fischpediküresalon rund 600 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.
Saman Hassani hat in seinem Fischpediküresalon rund 600 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. - © Vienna.at/ Sarah van den Berg
Davon gehört oder Beiträge über sie im Fernsehen gesehen hat schon fast jeder einmal: Es gibt Fische, die zur Pediküre eingesetzt werden. Seit drei Wochen gibt es auch in Wien einen Salon für Fischpediküre – und der kann sich vor Kunden kaum retten. VIENNA.AT war dort und hat das neue Angebot ausprobiert.

Das „Feel&Peel“ ist zwar nicht der erste Salon für Fischpediküre in Österreich, in dieser Branche stammen die Vorreiter aus Linz und Amstetten, aber ein Novum in Wien. Ein Novum, das von den Kunden begeistert angenommen wird. Inhaber Saman Hassani berichtet im Interview mit VIENNA.AT, dass er zunächst ausgelacht wurde. Zur Eröffnung hatte er einen Groupon-Deal angeboten und die Mitarbeiter dort waren sich sicher, dass der Gutschein floppen würde. Aber im Gegenteil, bereits nach zwei Tagen waren mehr als 1.000 Gutscheine verkauft.

Fischpediküre in Wien

Hassani selbst hat das erste Mal vor zwei Jahren von den „Knabberfischen“ gehört. Sofort war für ihn klar: So etwas fehlt in Wien, das ist eine Nische, die er besetzen möchte. Aber zahlreiche Auflagen waren zu erfüllen und auch die Anschaffung der Fische ist nicht unkompliziert: Er bezieht seine „Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen“ von einem Züchter in Deutschland, der sich darauf spezialisiert hat. Auch alle Pflege- und Reinigungsprodukte sind auf die Fische abgestimmt. Bevor die Fische nach Österreich durften, mussten sie in mehrwöchige Quarantäne und wurden dann amtstierärztlich untersucht.

Da einige Kunden zunächst skeptisch sind, hat Saman Hassani auf seiner Homepage eine Liste der häufigsten Fragen, wie etwa „Können die Fische Krankheiten übertragen?“ oder „Wird nach jedem Kunden das Wasser gewechselt?“, veröffentlicht. Auf beide dieser Fragen lautet die Antwort übrigens nein. Aber: Personen mit Hautkrankheiten oder Verletzungen an den Füßen können nicht behandelt werden. Um die Sicherheit und Gesundheit der Fische und anderen Kunden zu gewährleisten. Vor der Behandlung findet zudem eine ausführliche Untersuchung der Füße statt und sie werden gewaschen und desinfiziert. Ein großer Aufwand, der dem Besitzer des Salons aber aus zwei Gründen sehr wichtig ist: Einerseits liebe er seine Fische und andererseits will er seinen Kunden den bestmöglichen Service bieten.

Bei Feel & Peel

Infos zu den Knabberfischen

Aus der Familie der Karpfenfische stammen die Garra Rufas, zu Deutsch: rötliche Saugbarben, die aus der Region Kangal in der Türkei stammen. Häufig werden sie als „Knabberfische“ bezeichnet, dabei haben sie gar keine Zähne, sondern saugen die alten Hautschuppen ab. Seit mehreren hundert Jahren weiß man um ihre angenehme Wirkung und setzt sie zu kosmetischen Zwecken ein. In einigen Ländern ist dies mittlerweile nicht mehr erlaubt, zum Beispiel in einigen Staaten der USA aus hygienischen Gründen, in einigen europäischen Ländern aus ethischen Gründen, da man sagt, dass die Würde der Fische verletzt werde. In Österreich fällt weder der eine noch der andere Punkt ins Gewicht.

Je nach Wunsch kann die Pediküre für zehn bis 60 Minuten durchgeführt werden, die Kosten dafür liegen bei zehn bis 45 Euro. Ermäßigungen sind bei Kauf eines 10er-Blocks möglich. Um Terminvereinbarung wird gebeten, da am Tag nur eine begrenzte Anzahl von Kunden behandelt werden kann. Feel & Peel (7., Kirchengasse 35) hat Montag bis Freitag von 10 bis 13 Uhr und 14 bis 18.30 Uhr geöffnet, sowie Samstag von 10 bis 17 Uhr.
(SVA)

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