Februar-Zahlen: Arbeitslosigkeit in Österreich leicht gesunken

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Neue Zahlen zur Arbeitslosigkeit in Österreich.
Neue Zahlen zur Arbeitslosigkeit in Österreich. - © APA/Herbert Neubauer
Vorsichtig positive Nachrichten gibt es vom österreichischen Arbeitsmarkt. Deutliche Besserung gibt es bei der Jugendarbeitslosigkeit und bei den offenen Stellen.

Die Zahl der Jobsuchenden in Wien ist im Februar um 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Zwar ist die Zahl der als arbeitslos vorgemerkten Personen im Jahresvergleich um 0,7 Prozent auf 136.466 gesunken, gleichzeitig ist aber die Zahl der Menschen in Schulungen um 12,8 Prozent auf 31.537 gewachsen. Das teilte das Wiener AMS in einer Aussendung am Mittwoch mit.

Um die Arbeitslosigkeit zu verringern, wird das AMS die Lehrausbildung ab sofort “deutlich großzügiger” fördern, kündigte AMS-Wien-Chefin Petra Draxl laut Aussendung an. Ein Lehrabschluss reduziere das Risiko der Arbeitslosigkeit um zwei Drittel, so Draxl. Die Arbeitslosenquote bei Lehrabsolventen liege bei 13 Prozent, jene von Menschen mit höchstens Pflichtschulabschluss bei 38 Prozent. Für mehr als 40 Prozent der derzeit beim Wiener AMS gemeldeten offenen Stellen ist ein Lehrabschluss erforderlich.

Arbeitslosigkeit: AMS-Förderung erhöht

Um es Unternehmen leichter zu machen, Lehrlinge auszubilden, hat das Wiener AMS die Förderung der Lehrausbildung vor allem für über 18-Jährige mit Qualifikationsmängeln nun erhöht und die Bezugsdauer ausgeweitet: Für bis zu drei Jahre unterstützt das AMS Ausbildungsbetriebe mit monatlich 400 Euro, bei erhöhter Lehrlingsentschädigung mit 755 Euro. Bisher waren es 200 Euro (bzw. 604 Euro) für höchstens ein Jahr.

Insgesamt ist die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren im Jahresvergleich um 11,1 Prozent zurückgegangen. Arbeitslose über 50 gab es im Februar dagegen um 6,5 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Nach wichtigen Branchen betrachtet ist die Arbeitslosigkeit im Februar im Bau um 2,5 Prozent zurückgegangen, in der Warenproduktion um 5 Prozent und im Einzelhandel um 3,8 Prozent. In Hotellerie und Gastronomie ist sie um 3,8 Prozent gestiegen.

(APA, Red.)

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