“Fast” alles klar bei Österreichs Ski-Damen – RTL mit Veith

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Veith geht im Riesentorlauf an den Start
Veith geht im Riesentorlauf an den Start - © APA (Techt)
Österreichs in der ersten Olympia-Woche startenden Alpinski-Damen sind vollzählig in Südkorea. Auch am Donnerstag wurde auf dem Rennhang in Yongpyong intensiv trainiert. Los geht es dort am Montag mit dem Riesentorlauf, die Starterinnen sind bekannt. Neben Mini-Medaillen-Hoffnung Stephanie Brunner sowie Bernadette Schild und Ricarda Haaser geht auch Anna Veith beim ersten Rennen an den Start.

Die Salzburgerin hat vor vier Jahren in Sotschi – damals noch als Anna Fenninger – Silber in der Disziplin geholt, in der Österreichs Damen noch kein Olympia-Gold geschafft haben. Die Hoffnung, dass sich das ändert, ist auch diesmal nicht sonderlich groß.

Dazu waren die jüngsten Weltcupergebnisse zu deutlich. Eva-Maria Brem, im März 2016 Österreichs letzte rot-weiß-rote Siegerin in einem Riesentorlauf, hat es nach ihrem Beinbruch nicht nach Korea geschafft.

Sehrwohl aber Veith, obwohl auch sie fast zwei Jahre mit Verletzungen und Operationen gekämpft hat. “Ich sehe den Riesentorlauf-Start als Vorteil, weil das den Druck für den Super-G nimmt”, verwies die RTL-Weltmeisterin von 2015 darauf, dass normalerweise das Programm von Titelkämpfen mit dem zweitschnellsten Speedbewerb beginnt. In Korea musste das Programm umgedreht werden, weil man nur eine Abfahrtsstrecke hat. Und die gehört in Woche eins den Herren.

Dass Super-G-Olympiasiegerin Veith bei Olympia auch im Riesentorlauf aufgeboten wird, erklärte Damen-Cheftrainer Jürgen Kriechbaum so: “Es hat sich nicht wirklich eine Vierte aufgedrängt. Für Anna ist es nun eine Gelegenheit, gut in diese Spiele hineinzustarten. Sie war früher eine Top-Riesentorläuferin und wenn sie hoffentlich zu alter Stärke zurückfindet, könnte das ein guter Schritt dafür sein.”

Praktisch fest steht auch schon das ÖSV-Aufgebot für den zwei Tage später findenden Slalom. Neben Schild sind Katharina Liensberger, Katharina Gallhuber und Brunner für das Rennen eingeplant, das mit Mikaela Shiffrin eine Topfavoritin hat und in dem Gold und Silber vergeben zu sein scheinen.

Selbst im dritten Rennen, dem Super-G am 17. Februar, liegt derzeit mit Veith, Cornelia Hütter, Weltmeisterin Nicole Schmidhofer und Tamara Tippler das Aufgebot auf der Hand. Nur für die Abfahrt hat man noch keinen Modus festgelegt.

Es kann sein, dass alle sechs Kandidatinnen Ausscheidung fahren. “Aber natürlich hat Hütter auch eine gute Chance, fix gesetzt zu sein”, verwies Kriechbaum auf den Sieg der Steirerin in Lake Louise. “Wir schauen uns auf jeden Fall zuerst den Super-G an.”

Kurios ist, dass man in der abschließenden Kombination (23.2.) vermutlich das Kontingent gar nicht ausschöpfen wird. Neben Ramona Siebenhofer und Haaser drängt sich niemand wirklich auf und mit Michaela Kirchgasser wurde die zuletzt mit Abstand beste Kombiniererin nicht erst für die Spiele nominiert.

Die aktuelle WM-Dritte hatte beim Versuch, in letzten Winter ihrer Karriere nochmals bei Olympia zu starten, freilich viel gegen sich. In erster Linie eine Dezember-Verletzung, die sie lange bremste. Zudem gibt es derzeit viele Spezialistinnen im ÖSV-Damenteam. “Wir hatten aber nur elf Startplätze. Leider war dann für Kirchi kein Platz mehr”, erklärte Kriechbaum.

Emotional, so der Chef, wäre man durchaus für Kirchgasser gewesen. “Man muss das aber auch denen gegenüber rechtfertigen, die bessere Ergebnisse hatten.”

Das Team sei gerade extrem im Umbruch. “Bis auf Veith, Hütter, Schild und Schmidhofer ist unsere Olympiamannschaft gegenüber Sotschi komplett neu. Wir haben viele neue Gesichter. Darauf nimmt Olympia aber keine Rücksicht.”

Über Medaillenchancen in Woche eins wollte sich der Damenchef vorerst nicht groß äußern. “In der Favoritenrolle sind wir aber nicht unbedingt”, meinte er. Wiewohl: “Schild war im Slalom zwei Mal am Podium und auch Brunner hat im Riesentorlauf Chancen.”

Medaillen-Erwartungen würden für ihn aber keine besonders große Rolle spielen. “Sondern vielmehr, wie man am besten zum optimalen Zustand kommt, um im Rennen mitmischen zu können.”

(APA)

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