Fälschungsvorwürfe sind bestätigt

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Fälschungsvorwürfe sind bestätigt
Die südkoreanische Staatsanwaltschaft hat die Fälschungsvorwürfe gegen den umstrittenen Klonforscher Hwang Woo Suk bestätigt. Forscher gibt seinen Mitarbeitern die Schuld.

Es gebe keinen Nachweis dafür, dass Hwang wie behauptet maßgeschneiderte embryonale Stammzellen geschaffen habe, sagte ein Ermittler am Mittwoch vor Reportern in Seoul. DNA-Proben hätten ergeben, dass keine einzige der beschriebenen geklonten Stammzellen mit dem Erbgut kranker Menschen existiert.

Die bisherigen Testresultate deckten sich mit den Untersuchungsergebnissen, die Hwangs Universität bereits im Dezember veröffentlicht habe, wurde der Ermittler von der nationalen Nachrichtenagentur Yonhap zitiert. Grundlage für die Tests durch ein Expertenteam seien 99 Stammzellproben gewesen, die von Hwangs Team und einer Klinik in Seoul stammten, die für den Wissenschafter gearbeitet hatte. Weitere Tests sollen folgen.

Eine Untersuchungskommission der Seouler Nationaluniversität hatte Ende Dezember mitgeteilt, dass Hwangs Studie vom vergangenen Jahr über die Schaffung angeblich patientenspezifischer Stammzellen komplett gefälscht sei. Die überprüften Stammzellen stammten demnach von befruchteten menschlichen Eizellen ab und waren keinesfalls geklonte, maßgeschneiderte Zellen.

Später teilte der Ausschuss mit, dass eine ebenso Aufsehen erregende Studie Hwangs aus dem Jahr 2004 über die Gewinnung von Stammzellen aus den ersten geklonten menschlichen Embryonen auch auf gefälschten Daten beruhe. Lediglich ein Bericht über den ersten geklonten Hund entspreche der Wahrheit. Das Fachjournal „Science“ hatte die von Hwang veröffentlichten Arbeiten zurückgezogen.

Die Staatsanwaltschaft hatte nach dem Abschlussbericht der Universität eigene Nachforschungen in dem Skandal aufgenommen. Hwang und Mitarbeitern seines Teams drohen Ermittlungen wegen Betrugsverdachts und der möglichen Veruntreuung von staatlichen Fördermitteln. Hwang hatte zwar die Verantwortung für die Verwendung gefälschter Daten übernommen, die Schuld für die Manipulationen jedoch Mitarbeitern gegeben.

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