Ex-Mann saß monatelang zu Unrecht in U-Haft

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Im Wien ist am Dienstag eine Frau verurteilt worden, die ihren Ex-Mann und fünf weitere Männer mit der falschen Behauptung, sie wäre serienweise von diesen vergewaltigt worden, für mehrere Wochen ins Gefängnis gebracht hatte.

Der geschiedene Mann der beschäftigungslosen 31-Jährigen saß sogar zweieinhalb Monate zu Unrecht in U-Haft. Richterin Sonja Höpler-Salat verhängte über die geständige Beschuldigte 15 Monate Haft, die ihr unter Setzung einer dreijährigen Probezeit bedingt nachgesehen wurden. 

 
Darüber hinaus wurde der 31-Jährigen die Weisung erteilt, sich einer mindestens dreijährigen psychiatrischen und psychotherapeutischen Behandlung zu unterziehen, um ihre von der Gerichtspsychiaterin Sigrun Rossmanith fest gestellte Persönlichkeitsstörung in den Griff zu bekommen.  

 
Der Schuldspruch wegen Verleumdung, Falschaussage, Vortäuschung einer mit Strafe bedrohten Handlung und Urkundenfälschung – die Frau hatte unter anderem behauptet, sie wäre bei den Misshandlungen geschwängert worden und zum angeblichen Beweis dafür einen gefälschten Mutter-Kind-Pass vorgelegt – ist nicht rechtskräftig.

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