Europa League: Red Bull Salzburg will Olympique Marseilles “Offensiv-Armada” bremsen

Red Bull Salzburg bekommt es am zweiten Spieltag der EL-Gruppenphase mit Olympique Marseille zu tun.
Red Bull Salzburg bekommt es am zweiten Spieltag der EL-Gruppenphase mit Olympique Marseille zu tun. - © APA/Krugfoto
Für Red Bull Salzburg steigt am späten Donnerstagnachmittag gegen Olympique Marseille das Highlight der Europa-League-Gruppenphase.

Die erste Europa-League-Heimpartie Red Bull Salzburgs am Donnerstag (19:00 Uhr/live Puls 4, Sky und im VIENNA.at-Liveticker) ist zugleich auch die attraktivste. Im zweiten Gruppenspiel empfängt der Serienmeister den französischen Traditionsclub Olympique Marseille, 1993 Gewinner der Champions League. Trotz angespannter Personalsituation ist Coach Marco Rose optimistisch: “Ich habe ein gutes Gefühl”, sagte der Deutsche.

Die Fakten sprechen freilich für die Gäste. Der neunfache französische Meister und aktuelle Fünfte der Ligue 1, einen Zähler hinter St. Etienne, dem neuen Team von Ex-Salzburg-Coach Óscar García, ist Favorit. Mit dem fast vierfachen Marktwert der Salzburger (laut transfermarkt.at) und international bekannten Kickern wie Dimitri Payet, Luiz Gustavo, Patrice Evra oder Konstantinos Mitroglou ist “OM” Anwärter auf Platz eins in Gruppe I.

Red Bull Salzburg ist sich der Qualität Marseilles bewusst

Zum EL-Auftakt feierte die Truppe des ehemaligen AS-Roma-Trainers Rudi Garcia gegen Konyaspor plangemäß einen 1:0-Heimsieg, es war der erste von drei “Dreiern” in Folge. Es scheint, als sei das Team aus der Hafenmetropole zur Unzeit für Salzburg richtig in Fahrt gekommen, nachdem es zwischenzeitlich ein 1:6 gegen Frankreichs Titelverteidiger AS Monaco und ein 1:3 gegen Stade Rennes gegeben hatte. “Mit Sicherheit ist Marseille kein ‘No-Name’ in Europa”, meinte Rose mit einem Augenzwinkern. Dem 41-Jährigen ist die Größe der Aufgabe bewusst: “Sie sind mit Topspielern bestückt, haben eine richtig gute Mannschaft.”

Die große Stärke von “OM” ist der Angriff.”Eine wahre Offensiv-Armada”, befand Salzburgs-Mittelfeldmann Diadie Samassékou angesichts des Offensivquartetts mit Mittelstürmer Clinton N’Jie, Spielmacher Payet, Rechtsaußen Florian Thauvin und Linksaußen Lucas Ocampos. “Marseille spielt sehr abgeklärt, sie haben den Ball extrem gern, sie bewegen den Gegner sehr gut durch und nutzen dann auch die Räume gut. Es geht hauptsächlich über Payet und die Flügelspieler sehr schnell, sie kommen mit richtig viel Tempo und Wucht”, beschrieb Rose seine Eindrücke.

Was Salzburg-Trainer Rose Hoffnung macht

Die Zeit zur Vorbereitung war nach dem 0:0 gegen die Austria am Sonntag freilich beschränkt. Am Montag wurde regeneriert, am Dienstag gönnte Rose seinen Kickern einen freien Tag. Erst am Mittwoch stimmten sich die “Bullen” richtig auf den Gegner ein. Beschränkt sind weiterhin auch Roses Rotationsmöglichkeiten. Sieben Spieler fehlen verletzt, auch Routinier Christoph Leitgeb war nach einem Schlag aufs Knie “sehr fraglich”. Die Aufstellung könnte damit jener gegen die Austria aufs Haar gleichen.

Der Coach, der international in sieben Spielen noch ohne Niederlage ist, traut aber auch seinen “Dauerläufern” viel zu. “Wenn ich sehe, wie die Mannschaft auftritt und wie sie nach den 120 Minuten im Cup gegen die Austria aufgetreten ist, dann macht mich das zuversichtlich”, meinte er und betonte seinen Optimismus: “Wir haben sicher unsere Chance, um auch dieses Spiel zu gewinnen. Ich kann nicht sagen, dass wir der totale Außenseiter sind. Wenn man die Namen (des Gegners) sieht, schon, aber es ist ein Fußballspiel.”

Samassekou, der in der laufenden Saison 16 von 18 Pflichtpartien absolvierte, versprach den Franzosen einen harten Kampf. “Es wird für uns kein einfaches Spiel, aber auch für Marseille nicht”, betonte der 21-Jährige. “Sie haben sicher mehr europäische Erfahrung, aber auch mehr Druck als wir. Sie werden uns wohl nicht unterschätzen, schon aufgrund der Spiele in der vergangenen Saison gegen Nizza (0:1/h und 2:0/a in der EL-Gruppenphase, Anm.). Marseille wird sich auf ein schwieriges Spiel einstellen.”

(APA, Red.)

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