Europa League: Knappe Rapid-Niederlage in Bilbao

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Athletics Beñat Etxebarria erzielte das entscheidende Tor im San-Mamés-Stadion von Bilbao.
Athletics Beñat Etxebarria erzielte das entscheidende Tor im San-Mamés-Stadion von Bilbao. - © AFP Photo/Ander Gillenea
Rapid kommt auswärts bei Athletic Bilbao offensiv kaum zum Zug, ein Tor von Beñat Etxebarria entscheidet die Partie.

Rapid hat die angepeilte Überraschung im zweiten Spiel der Europa-League-Gruppenphase verpasst. Die Hütteldorfer unterlagen Athletic Bilbao am Donnerstag im Estadio de San Mamés 0:1 (0:0). Für die Entscheidung sorgte Beñat Etxebarria (59.). Damit ist in der Gruppe F im Aufstiegsrennen alles völlig offen, nach dem 3:1 von Genk gegen Sassuolo halten alle Teams bei drei Punkten.

Als nächste Hürde wartet auf Rapid der italienische Serie-A-Verein Sassuolo, der zum Auftakt Bilbao 3:0 besiegt hatte. Spiel eins geht am 20. Oktober (21:05 Uhr) im Allianz-Stadion über die Bühne, das “Rückspiel” folgt am 3. November (19:00). Durch die Niederlage ging Rapids Serie von sechs Pflichtspielen ohne Niederlage zu Ende. Das zurecht, zumal sich die Gäste in der Offensive, abgesehen von der Schlussphase, überhaupt nicht in Szene setzen konnten.

Rapid offensiv abgemeldet

Die Basken hatten schon vor der Pause mit rund 70 Prozent deutlich mehr Ballbesitz, waren klar zweikampfstärker, konnten spielerisch aber kaum in die gefährliche Zone durchkombinieren. Der Druck der Hausherren wurde nach völlig ereignislosen ersten 20 Minuten erst mit Fortdauer der ersten Hälfte etwas größer, war aber deutlich geringer, als man es vor der Partie hatte erwarten können.

Bei einem Etxebarria-Schuss musste Richard Strebinger eine Parade zeigen (24.), bei einem Álvarez-Kopfball rettete die Stange für die Hütteldorfer (30.). Zudem war Rapids Tormann bei einem Schuss von Raúl García (42.) sowie einem Kopfball von Aritz Aduriz (43.) auf dem Posten. Von Rapid war offensiv gar nichts zu sehen, erkämpfte Bälle gingen schnell wieder verloren. Die Defensive präsentierte sich dafür von einer starken Seite, agierte solide, ganz im Gegenteil zu den Duellen mit Valencia im vergangenen Sechzehntelfinale im Februar (0:6,0:4).

Kuriose Schiedsrichterentscheidung vor der Pause

Kurz vor dem Pausenpfiff gab es dann noch eine Schrecksekunde für die Wiener, zugleich die Szene des Spiels. Der französische Schiedsrichter Tony Chapron besprach sich nach einem vermeintlichen Treffer von Iñaki Williams (45.+1) mit seinen Assistenten, gab das Tor nicht und entschied wegen umstrittenen Fouls von Strebinger auf Elfmeter. Wenige Augenblicke später revidierte er seine Entscheidung noch einmal und pfiff zur Halbzeitpause.

Kurios ist, dass er damit nach einer Reihe von Fehlentscheidungen am Ende die richtige Entscheidung traf, gleich zwei Spieler waren nämlich in der Entstehungsgeschichte im Abseits gestanden. Die gelbe Karte von Strebinger wurde zurückgenommen.

Strebinger hielt die Partie offen

Am Spielgeschehen änderte sich auch nach dem Seitenwechsel kaum etwas. Der Europa-League-Viertelfinalist der vergangenen Saison machte das Spiel und wurde für die eigenen Offensivbemühungen belohnt. Ein Etxebarria-Schuss aus 17 Metern wurde noch leicht abgefälscht und war daher für Strebinger nicht zu halten (59.). Da Aduriz mit einem Abschluss aus elf Metern (62.) und Williams im 1:1-Duell (86.) ihren Meister im bärenstarken Strebinger fanden, blieb es bis zuletzt spannend.

Die im ersten Spiel gegen Genk 3:2 siegreich gebliebenen Rapidler versuchten in der Schlussphase noch einmal alles, ein Punktgewinn glückte aber nicht. Ein Schößwendter-Schuss nach Corner des eingewechselten Kapitäns Steffen Hofmann wurde in höchster Not geblockt (88.), es war die einzige Topchance der Büskens-Truppe im ganzen Spiel. Deshalb konnten die Basken, die in der Liga nach zuletzt vier Siegen in Folge nur zwei Punkte hinter Real Madrid und einen Zähler hinter dem FC Barcelona auf Rang fünf liegen, jubeln.

(APA, Red.)

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