Eurofighter: Neue E-Mails sollen Betrugsverdacht erhärten

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Darabos sprach von Einsparungen in Höhe von 370 Mio. Euro
Darabos sprach von Einsparungen in Höhe von 370 Mio. Euro - © APA (Archiv)
Die “Kronen Zeitung” berichtet von neu aufgetauchten firmeninternen E-Mails des Eurofighter-Herstellers, die den Betrugsverdacht rund um den Jet-Kauf erhärten sollen. Diese Mails sollen untermauern, dass Eurofighter im Frühjahr 2007 eine Vertragsveränderung anstrebte, weil der Hersteller die ursprünglich bestellten 18 Jets der besser aufrüstbaren Tranche nicht rechtzeitig liefern habe können.

Laut dem “Krone”-Bericht habe der “Chef-Testpilot” des Kampfflugzeug-Herstellers im April 2007 dem EADS-Militärflugzeuge-Leiter Johann Heizmann über ein aktuelles Treffen mit den “Ösis” per E-Mail berichtet. “Der linke Teil der neuen Regierung muss in irgendeiner Form das Gesicht bewahren”, heißt es laut “Krone” in einem der Mails über angestrebte Vertragsänderungen. “Zuletzt muss man für die Öffentlichkeit diese Lösung als Win-win verkaufen, ohne dass eine Seite blöd dasteht. Wir denken darüber nach, wie sich die Geschichte anhören soll”, wird der Testpilot zitiert.

Auch andere “firmeneigene Schriftstücke” sollen laut “Krone” zeigen, dass Eurofighter die ursprünglich bestellten 18 Flugzeuge der besser ausgestatteten Tranche nicht rechtzeitig bis zum vertraglich vereinbarten Termin am 30. Mai 2007 hätte liefern können.

Am 23. Juni 2007 verkündete dann schließlich der damalige Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) den Vergleich mit Eurofighter. Damit wurde die Zahl der Flugzeuge von 18 auf 15 reduziert, allerdings auch die Ausstattung abgespeckt (ältere Tranche 1). Darabos sprach von Einsparungen in Höhe von 370 Mio. Euro, der Rechnungshof bestätigte später nur 267 Mio. Euro.

Seitens der Firma EADS gab es zu dem Bericht bisher keine konkrete Stellungnahme. “Diese Mails sind nichts Besonderes. Aber zu laufenden Ermittlungsverfahren geben wir generell keine Stellungnahme ab”, wird Rechtsanwalt Wolfgang Moringer von der “Krone” zitiert. Auch auf Anfrage der APA konnte man seitens EADS/Eurofighter vorerst nichts näheres sagen und verwies auf die Stellungnahme des von der “Krone” zitierten Anwaltes.

(APA)

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