EURO bringt 200 Millionen Wertschöpfung

EURO bringt 200 Millionen Wertschöpfung
Die Chefin der Österreich Werbung Petra Stolba erwartet auch 4.000 zusätzliche Arbeitsplätze. Der Werbewert sei überhaupt “unbezahlbar”.

Die Chefin der Österreich Werbung (ÖW) Petra Stolba setzt große Hoffnungen in die Fußball-Europameisterschaft EURO 2008. Das sportliche Großereignis des kommenden Jahres werde knapp eine Million zusätzlicher Nächtigungen bringen, sagte Stolba im Gespräch mit den „Salzburger Nachrichten“ (Mittwoch-Ausgabe). „Wir wissen, dass allein im Tourismus knapp 200 Millionen Euro an zusätzlicher Wertschöpfung zu erwarten sind und dass es fast 4.000 zusätzliche Arbeitsplätze geben wird“, sagt Stolba. Laut Untersuchungen sei mit knapp einer Million zusätzlicher Nächtigungen zu rechnen.

Die UEFA EURO 2008 sei für Österreich „eine ganz tolle Möglichkeit, einen Monat lang international präsent zu sein“, so Stolba, erwartet würden acht Milliarden Fernsehzuschauer und 7.000 bis 8.000 Journalisten im österreichischen Pressezentrum. Dieser Werbewert sei „unbezahlbar“, meint die seit bald einem Jahr (seit 1. November 2006) amtierende oberste Österreich-Werberin.

Neugier auf Urlaubsland Österreich wecken
Die EURO sei für die ÖW auch ein strategisches Thema, insgesamt sollen dafür fünf Mio. Euro aus dem Budget umgeschichtet werden. Dabei gehe es nicht um die Bewerbung der EURO – „das ist Sache der UEFA oder des ÖFB“, so Stolba – sondern es soll im Zusammenhang mit der EURO für das Tourismusland Österreich geworben werden. „Uns geht es vor allem auch um die Nachnutzung und um das Ansprechen neuer Zielgruppen – beispielsweise aus jenen Ländern, deren Mannschaften in Österreich spielen werden“, so Stolba. Es gehe darum, einen Teil der Fußball-Gäste auch in den Folgejahren zu behalten – und jene, die jetzt nicht kommen, auf das Urlaubsland Österreich neugierig zu machen.

Österreich verliere im weltweiten Tourismus Marktanteile, denn „Europa wächst hier schneller als Österreich“. Es gehe jetzt darum, wettbewerbsfähig zu bleiben, das heißt, „dass wir uns im Gleichklang mit der europäischen Entwicklung bewegen und unsere Marktanteile halten“. Zuwächse seien angesichts des bereits sehr hohen Niveaus bei Nächtigungen sehr schwierig. Stolba: „Natürlich wäre es sehr schön, weiter zu wachsen. Aber vorläufig liegt unser Fokus auf dem Halten der Marktanteile.“

Österreich sei eine erfolgreiche Tourismusdestination, international liege man bei Gästeankünften auf dem neunten Platz weltweit. Der Anteil des Tourismus am Bruttoinlandsprodukt (BIP) beträgt neun Prozent. Ihre persönliche Bilanz nach dem ersten Jahr: „Mir macht das riesigen Spaß“.

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