Euro auf Schlingerkurs: 1,4240 Dollar – Franken gibt drastisch nach

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Euro auf Schlingerkurs: 1,4240 Dollar – Franken gibt drastisch nach
Der Euro hat am Donnerstag eine Schlingerfahrt hingelegt. Händler verwiesen auf eine spiegelbildliche Entwicklung zu den Aktienmärkten, die abermals heftigen Kursschwankungen ausgesetzt waren.

Der Schweizer Franken beendete unterdessen seinen Höhenflug der vergangenen Wochen abrupt. Sowohl zum Euro als auch zum Dollar gab er im Tagesverlauf um rund fünf Prozent nach. Händler verwiesen auf Äußerungen aus den Reihen der Schweizer Notenbank SNB, wonach eine zeitweise Anbindung des Franken an den Euro grundsätzlich möglich ist.

Der Euro wurde am Donnerstag abermals stark von den Geschehnissen an den Aktienmärkten beeinflusst. Marktbeobachter verwiesen auf einen anhaltend nervösen Börsenhandel. Von den Kursbewegungen der Aktien wurde wiederum der Euro getrieben: Grundsätzlich profitiert die Gemeinschaftswährung von einer besseren Börsenstimmung, während sinkende Aktienkurse belastend wirken. Am späten Nachmittag kostete der Euro nach deutlichen Kursschwankungen 1,4240 US-Dollar und damit in etwa so viel wie in der Früh.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,4143 (Mittwoch: 1,4367) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7071 (Mittwoch: 0,6960) Euro.

Der Schweizer Franken, der seit Wochen von einem Rekordhoch zum nächsten eilt, ging unterdessen vor allem im Nachmittagshandel auf Tauchstation. Innerhalb weniger Minuten verlor die Schweizer Währung zum Euro rund drei Rappen. Im Gegenzug wertete der Euro zum Franken deutlich auf. Im Hoch kostete ein Euro 1,0920 Franken und damit rund sechs Cent mehr als im frühen Handel. Neben dem japanischen Yen gilt der Schweizer Franken derzeit als “sicherer Hafen”, den die Anleger wegen der Turbulenzen an den Finanzmärkten stark anlaufen. Die teure heimische Währung lastet aber zusehends auf der Schweizer Wirtschaft.

“Selbst eine zeitweise Anbindung des Franken an den Euro wäre mit Risiken verbunden”, sagte Devisenexperte Ralf Umlauf von der Helaba. Letztlich stünde die Schweizer Notenbank vor dem Problem, das selbst gesetzte Kursziel unter allen Umständen verteidigen zu müssen. “Zudem können derartige Interventionen viel Geld kosten”, gab Umlauf zu bedenken. Mithin sei eine Kursanbindung an den Euro wohl nur in Zusammenarbeit mit der EZB erfolgversprechend.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87570 (0,88430) britische Pfund, 108,29 (109,84) japanische Yen und 1,0499 (1,0451) Schweizer Franken fest. Der Preis für eine Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.760,00 (1.772,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 39.730,00 (38.540,00) Euro

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