11. Februar 2008 14:51; Akt.: 3.10.2011 10:28

EURO 2008: Wiener Schweizerhaus rüstet sich für EM-Betrieb

Karl Kolarik Karl Kolarik - © © APA
Im Schweizerhaus im Wiener Prater, einem der bekanntesten Gastgartenlokale der Bundeshauptstadt, haben die Planungen für den Betrieb während der EURO 2008 bereits begonnen:

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> Schweizerhaus: Heuer 250 überdachte Sitzplätze mehr

Neben speziellen Mitarbeiterschulungen und der Montage von Bildschirmen für Liveübertragungen sei auch eine deutliche Aufstockung des Sicherheitspersonals geplant, kündigte Geschäftsführer Karl Kolarik an. “Fußballknödel” und Plastikbecher statt Bierkrügen werde es aber nicht geben.

Security-Personal wird aufgestockt
“Die Fußball-EM ist eine spannende Herausforderung für uns”, so Kolarik. Bereits im Juni des Vorjahres hätten die “Grobplanungen” für den EURO-Zeitraum begonnen. Völliges Neuland betrete man damit aber nicht. Schließlich habe man jahrzehntelange Erfahrungen mit hohem Besucherandrang nach großen Veranstaltungen im Ernst-Happel-Stadion. Trotzdem will der Geschäftsführer der für Stelzen und Bier bekannten Traditionsgaststätte das Security-Personal um rund 20 Prozent aufstocken.

“Wir werden keine Boxer aufstellen, sondern Mitarbeiter, die Probleme schon im Ansatz kalmieren und etwa bei verbalen Auseinandersetzungen schlichtend eingreifen”, versicherte Kolarik. Die Gäste schätzten das Gefühl der Sicherheit: “Zur Behaglichkeit gehört schließlich nicht nur Essen und Trinken”, meinte der Schweizerhaus-Chef. Angst vor Hooligans, die nach einem Match durch den Prater ziehen könnten, hat er nicht. Die Polizei arbeite seit einigen Jahren viel professioneller und informiere beispielsweise die Gastronomie im Voraus über etwaige Gefahrenpotenziale, so Kolariks Erfahrungen bei diversen Länderspielen.

Bildschirme im Gastgarten
Ein Teil des Gastgartens wird ebenfalls für das Fußball-Event aufgerüstet: So sollen Bildschirme für Live-Übertragungen montiert werden. “Wir werden rund 40 Prozent des Gartens bespielen, der Rest bleibt fußballfrei”, sagte Kolarik. Rund 250 der insgesamt 1.700 Plätze im Freien werden außerdem zur VIP-Zone erklärt, die den Genuss von Speis, Trank und Fußball in ruhiger Abgeschiedenheit ermöglichen soll.

Bier und Stelze in Plastikbechern bzw. auf Papptellern wird es im Schweizerhaus aber nicht geben: “Wir haben das im Vorjahr bei den Stammgästen andiskutiert, aber fast nur ablehnende Rückmeldungen bekommen”, erteilte Kolarik der Empfehlung von Wirtschaftskammer und Polizei eine Absage. Auch auf spezielle Fußball-Angebote auf der Speisekarte wird verzichtet: “Fußballknödel wird es bei uns nicht geben, ebenso wenig wie EM-bedingte Preissteigerungen”, versprach der Gastronom.


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