EURO 2008: Koordinatoren der Host-Citys tagten in Innsbruck

EURO 2008: Koordinatoren der Host-Citys tagten in Innsbruck
Unter Leitung des UEFA-Delegierten Alan Ridley wurden unter anderem Fan-Konzepte und Sicherheitsfragen besprochen. Die Eigenheiten der acht Städte in Österreich und der Schweiz sollen erhalten bleiben.

Michael Draxler, Vertreter von Wien, berichtete, dass die Fanzone in Wien rund 900.000 Quadratmeter umfassen wird. „Wir wollen aber mehr bieten als nur TV und Bier“, sagte Draxler, „die Fanzone soll ein Event für die gesamte Familie werden. Wir wollen zeigen, dass Wien eine lebenswerte Stadt ist.“

Klagenfurts Vertreter Arnulf Rainer wies daraufhin, dass die Kärntner Landeshauptstadt inzwischen das schönste EM-Stadion besitze. „Unser Ziel ist, den Bekanntheitsgrad von Klagenfurt international zu heben. Deshalb sind wir auch so stolz, dass Klagenfurt in einem Atemzug mit Bern oder Zürich genannt wird“, sagte Rainer.

Wolfgang Weiss, Koordinator in Salzburg, erklärte, dass die Fanzone in der Festspielstadt bei großem Andrang von 25.000 Personen auf 80.000 kurzfristig erweitert werden könne. „Die ganze historische Altstadt wird dann Fanzone sein“, sagte Weiss, „wir wollen aber Salzburg so präsentieren, wie die Stadt an 365 Tagen im Jahr ist.“

Gastgeber Christoph Platzgummer aus Innsbruck zeigte sich über das Treffen erfreut. „Schon aus geographischen Gründen sind wir das Herz der Euro“, sagte Platzgummer. „Deshalb hat dieses erste Treffen der Host-City-Vertreter auch in Innsbruck stattgefunden.

Michael Kleiner aus Genf hoffte, dass sehr viele Fans in die französischsprachige Stadt kommen werden. „Immerhin sind die WM-Finalisten des Vorjahres, Italien und Frankreich, bei uns direkte Nachbarn.“ Wobei Kleiner bewusst ist, dass seine Stadt unter besonderer Beobachtung steht. „Weil der UEFA-Sitz in Nyon auch ganz Nahe bei Genf liegt“, sagte Kleiner.

Bern wirbt für die EM mit dem Slogan „Bern wirkt Wunder“ in Anspielung an das legendäre WM-Finale 1954, in dem der Außenseiter Deutschland in der Schweizer Hauptstadt Ungarn mit 3:2 geschlagen hat. Nachdem Bern im Vorfeld eine Abstimmung über die EM durchführte, in der es nur ein knappes Ja von 53 Prozent gegeben hat, meinte der Berner Vertreter Marcel Brühlhart scherzhaft: „Seien sie also immer vorsichtig und überlegen sie genau, wenn sie eine Volksabstimmung machen.“

Zürich will sich nicht nur als Wirtschaftsmetropole zeigen. „Wir wollen die kulturelle Vielfalt der Stadt in den Vordergrund stellen“, sagte Zürich-Koordinator Daniel Rupf. „Wir wollen zeigen, dass Zürich mehr ist als Banken und Versicherungen.“ Die Fanzone in Zürich wird direkt am See liegen.

Basel hat im Vorfeld der EURO noch große Probleme mit Hotelkapazitäten. Denn vor der EURO findet in der Stadt am Rhein die „Art Basel“ statt, die größte Kunstmesse der Welt. „Die wird sich mit der Euro zwei Tage überschneiden“, erzählte Christoph Bosshardt, deshalb wurde auch eine Initiative gegründet, mit der 500 Gastfamilien gefunden werden sollen, die Fans aufnehmen. Bosshardt sagte auch, dass Basel stolz sei, die EM-Hauptstadt in der Schweiz zu sein, jene Stadt in der die „Nati“ alle drei Vorrundenspiele bestreiten wird, jene Stadt in der am 7. Juni auch das Eröffnungsspiel ausgetragen werden wird. „Wobei uns in der Schweiz klar ist, die Hauptstadt der Euro 2008 ist Wien, mit dem größten Stadion und dem Endspiel als Höhepunkt der EM“, sagt Bosshardt.

Alan Ridley, der bei der UEFA für Sponsoring und Eventpromotion verantwortlich ist, sagte, dass die europäische Fußball-Union die acht Host-Citys nicht gemeinsam bewerben wird. „Wir promoten den Fußball. Die Städte mit ihren kulturellen Eigenheiten sollen sich selbst präsentieren“, meinte der Engländer.

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