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EU verbietet Kindern den Kakao

Satirischer Kommentar der Gebrüder Moped.
Satirischer Kommentar der Gebrüder Moped. ©Gebrüder Moped
Gastkommentar der Gebrüder Moped: Die EU ist wieder einmal in bester Verbotslaune und hat neuerdings unsere schulpflichtigen Knirpse im Visier. Denn die Union will dem Schulkakao, heiß geliebt und gut gekühlt, via Förderstopp den Garaus machen.

Unsere armen Minderjährigen! Rauchen sollen sie nicht, Schnaps trinken dürfen sie auch keinen, jetzt will man ihnen auch noch den gesüßten Euter-Nektar wegnehmen. Woran sollen die denn später einmal sterben?

Linke Front gegen Schulkakao

Der Landwirtschaftsausschuss des EU-Parlaments hat sich gegen die Förderung von Schulkakao mit EU-Mitteln ausgesprochen. Die ÖVP-Europaabgeordnete Elisabeth Köstinger sieht in dem Vorstoß einen “sozialistischen Anschlag auf die Esskultur”. Und damit hat sie verdammt recht, die gute Frau. Nein, wir lassen uns nicht vom berüchtigt linkslinken EU-Landwirtschaftsressort vorschreiben, wie unsere kleinen Liebsten künftig zu speisen haben. Am Ende gar noch mit Hammer und Sichel. Und das ist nicht so weit herbei geholt. Der Kenner ordnet den Kakaoverzehr schließlich der Esskultur zu. Wie hat es uns schon Ernährungsexperte Hans Moser in schwarzweißer Vorzeit ins Gehirn und Gewissen genuschelt: Ich tu ihn nicht trinken, sondern beißen.

Omas auf den Barrikaden

Tausende Schulmilchordner zittern um ihren Arbeitsplatz, massive Empörung aber auch in anderen Gesellschaftsschichten. Der Dachverband der Großmütter klagt: Jetzt haben wir unseren Enkerln gerade erst Zwickel in die Hosen genäht und nun sollen sie Gewicht verlieren?

Der Kakao gehört zu Österreich

Vielmehr gleicht die Attacke auf den heimischen Schulkakao einem umfassenden Anschlag auf die österreichische Kultur: Die gute alte Kärntner Kakaobohne und die Vorarlberger Vanilleschote (Ja, auch der Vanillemilch geht’s an den Kragen!) sind in höchster Gefahr.

Und wer denkt bitte an die Kinder außerhalb des Abendlandes? Haben denn nicht auch stets kleine, blutende und ausgebeutete peruanische Kinderhände fleißig Kakaobohnen für unsere dicken Sprößlinge geerntet? Soll dieses schöne Unicef-Projekt nun wirklich sein Ende finden? Von Kindern für Kinder.

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