EU-Projekte in Lateinamerika mit 800 Mio. Euro geplant

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Die Europäische Union will mit 800 Mio. Euro Projekte in Lateinamerika und der Karibik anstoßen. Die Staats- und Regierungschefs beider Regionen vereinbarten bei ihrem Gipfel am Mittwoch und Donnerstag in Brüssel zudem eine Vertiefung der wirtschaftlichen Beziehungen und einen engeren politischen Austausch. Auch der Kampf gegen den Klimawandel und den Drogenhandel soll stärker angegangen werden.


Mit Brasilien vereinbarte die EU, einen erneuten Anlauf für ein Freihandelsabkommen mit dem südamerikanischen Handelsbündnis Mercosur zu starten. Mit Mexiko und Chile will die EU bereits bestehende Handelsabkommen vertiefen. Die Vertreter Brasiliens und der EU diskutierten zudem über die geplante Verlegung eines Untersee-Glasfaserkabels für 185 Millionen Dollar. Die brasilianische Regierung will damit unter anderem das Internet des Landes besser gegen Spähaktionen der US-Geheimdienste abschirmen.

Für die Bürger aus fünf Staaten der Karibik wurde die Aufhebung der Visa-Pflicht in der EU vereinbart, Peru und Kolumbien sollen folgen. Die Vereinbarungen spiegeln auch den Versuch der EU wieder, sich in Lateinamerika nicht von China überholen zu lassen. Die chinesische Regierung hat Südamerika in den kommenden zehn Jahren Investitionen in Höhe von 250 Milliarden Euro angeboten.

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