EU-Gipfel in Sofia zu Trumps Kurs bei Iran und Strafzöllen

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Tusk wird von Bulgariens Premier Borissow in Sofia empfangen
Tusk wird von Bulgariens Premier Borissow in Sofia empfangen - © AFP/POOL
Die EU-Staats- und Regierungschefs haben am Mittwochabend ihr Gipfeltreffen in Sofia begonnen. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und die Vertreter der anderen Mitgliedstaaten kamen in einem Technologiepark der bulgarischen Hauptstadt zu einem Abendessen zusammen. Auf dem Programm steht der künftige Kurs der EU angesichts der Politik von US-Präsident Donald Trump.

Dieser hatte vergangene Woche das Atomabkommen mit dem Iran aufgekündigt und droht auch der EU mit Strafzöllen auf Stahl und Aluminium. EU-Ratspräsident Donald Tusk forderte vor dem Treffen von den Gipfelteilnehmern Standhaftigkeit und Einigkeit gegenüber Trump. Der Pole griff den US-Präsidenten dabei scharf an und warf ihm “launenhaften Behauptungswillen” vor. “Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde”, sagte Tusk.

Neben der Iran-Frage und den US-Strafzöllen wurden kurzfristig auch die blutigen Zusammenstöße bei Palästinenserprotesten im Gazastreifen auf die Tagesordnung des Gipfelabendessens gesetzt. Thema zum Auftakt war Digitalisierung und Innovation. Am Donnerstag kommen die Staats- und Regierungschefs mit ihren Kollegen aus den sechs Ländern des westlichen Balkans zusammen, die eine EU-Mitgliedschaft anstreben.

(APA/ag.)

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