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Essen auf Rädern neu: "BiGut" als Angebot für Armutsgefährdete in Wien

Wiener Rotes Kreuz bietet neue, günstigere Produktlinie "BiGut" für Bezieher von Mindestsicherung
Wiener Rotes Kreuz bietet neue, günstigere Produktlinie "BiGut" für Bezieher von Mindestsicherung ©BilderBox.com (Sujet)
Eine neue, günstigere Produktlinie für Empfänger von Mindestsicherung bietet nunmehr der Essenszusteller des Wiener Roten Kreuzes an. Ergänzend zum bestehenden A-la-carte-Angebot werden unter der Marke "BiGut" um 5,80 Euro pro Tag Mittag- und Abendessen geliefert.
Lieferung in 13 Bezirke

Mit dem Angebot reagiere das Rote Kreuz auf die steigenden Armutszahlen, sagte Landesgeschäftsleiter Alexander Lang am Montag. “Als soziale Organisation beschäftigt uns natürlich auch das Thema Armut”, sagte Lang im Rahmen einer Pressekonferenz.

Günstiges Essen für Mindestsicherungs-Empfänger

“Wir versuchen Menschen, die nicht viel haben, etwas anzubieten, was für sie leistbar ist.” In der ersten Phase wende man sich ausschließlich an die Empfänger von Mindestsicherung, Kunden müssen den entsprechen Nachweis bei der Zustellung vorweisen. Denkbar sei aber, das Angebot auszuweiten und es etwa auch Studenten oder Menschen in Privatkonkurs zu etwas höheren Preisen anzubieten. “Es gibt genug Menschen, die nicht Bezieher der Mindestsicherung sind, aber trotzdem nicht viel Geld im Börsel haben”, sagte Lang.

“Wir haben im täglichen Kontakt mit den Kunden zuletzt immer wieder mitbekommen, dass die Anschaffung von Nahrungsmitteln für viele Menschen ein Stresstest für das Geldbörsel geworden ist”, sagte auch Margarita Gilswert-Sattler, Bereichsleiterin des Speisenzustellers. Mit der neuen Produktlinie werde “qualitativ hochwertiges Essen zu einem sozial höchst verträglichen Preis” angeboten. Ein Mittagessen kostet 3,50, das Abendessen gibt es um 2,30 Euro. Insgesamt kostet das Tagesangebot also 5,80 Euro inklusive Zustellung in ganz Wien bzw. 174 Euro im Monat.

Essen auf Rädern noch günstiger – ohne viel Rundherum

“Unser sehr gutes Essen ist nicht schlechter gemacht worden, sondern so gut geschnürt, dass das möglich ist”, versicherte Lang. Gespart worden sei primär “am Rundherum”, erklärte Christina Kejk-Hopp, Prokuristin der Menü-Manufaktur, Partner des Rotes Kreuzes bei der Essenszustellung. So gibt es keine Wahlmöglichkeiten. Der Speiseplan steht für vier Wochen fest – angeboten wird Hausmannskost von Bohneneintopf und Blunzengröstl über Hühnergeschnetzeltes. Die Speisen werden laut Rotem Kreuz mit regionalen Zutaten, ohne künstliche Konservierungsmittel und ohne Geschmacksverstärker zubereitet. Die tiefgekühlten Mahlzeiten werden einmal pro Woche zugestellt.

5.000 Kunden beliefert der Speisenzusteller des Roten Kreuzes derzeit in Wien. Eine Prognose, wie viele Menschen man mit dem neuen Angebot erreichen will, könne man nicht abgeben, so Lang. Potenzielle Kunden sind die 191.000 Mindestsicherungsbeziehern in Wien.

Mehr zum Essen auf Rädern vom Roten Kreuz lesen Sie hier.

(apa/red)

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