“Es war kein Spaziergang”

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Zum Zeitpunkt des Saliera-Diebstahls war die Alarmanlage ’state of the art’“, sagte der Generaldirektor des Kunsthistorischen Museums (KHM), Wilfried Seipel – sie wurde 1995 montiert – “Einbruch war kein Spaziergang”.

„Zum Zeitpunkt der Tat war unsere Alarmanlage ’state of the art’“, sagte der Generaldirektor des Kunsthistorischen Museums (KHM), Wilfried Seipel am Dienstagabend in einem Studiogespräch in der ORF-Sendung „Zeit im Bild 2“. Die Alarmanlage sei 1995 montiert worden, war also 2003 acht Jahre alt. Zuvor hatte der Anwalt des Tatverdächtigen in der ORF-Sendung „report“ davon berichtet, die Alarmanlage des Museums sei seinem Mandanten „wie vor 20 Jahren“ vorgekommen.

“Kein leichtes Spiel”

Um die Schwierigkeit oder relative Leichtigkeit, mit der der „Saliera“-Diebstahl ausgeführt werden konnte, ist eine heftige Diskussion entbrannt, in der Seipel nun versucht, die erste Verantwortung des Täters zu entkräften. „Dass es ein Spaziergang war, ist Unsinn“, betonte er in der „ZiB 2“, zwar sei sicherlich das Gerüst der Schwachpunkt gewesen, doch habe die Polizeieinheit WEGA für das Nachstellen der Tat eineinhalb Stunden gebraucht. „Das ist kein leichtes Spiel gewesen.“ Dass die Darstellung der Sicht des mutmaßlichen Täters jedoch die erste Pressekonferenz dominiert habe, habe zu fatalen Medienkommentaren auch im Ausland geführt, die von einer falschen Sachlage ausgingen: „Das fällt uns und mir auf den Kopf!“

In „report“ hatte der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Wien, Ernst Kloyber, betont: „Die Sicherheitsvorkehrungen waren sicher unzureichend.“ In der Sendung hatte sich Nationalratspräsident Andreas Khol (V) hinter den Museumschef gestellt. Die Causa der zu restituierenden Klimt-Bilder sei bei der ÖVP-Klubtagung eingehend besprochen worden, sagte Khol, ohne auf Details einzugehen.

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