Erster Höhepunkt des Jubeljahres

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Mozartfeiern in Salzburg. &copy APA
Mozartfeiern in Salzburg. © APA

Mozarts Geburtstag als erster Höhepunkt des Jubeljahres – Start des dreitägigen Fest-Marathons in Salzburg und Wien –
Weltweite Festivitäten und Medienaufmerksamkeit.

Das Mozartjahr hat am Freitag mit zahlreichen Veranstaltungen seinen ersten Höhepunkt erreicht. In Österreich und aller Welt wurde der 250. Geburtstag von Wolfgang Amadeus Mozart gefeiert. In Wien und Mozarts Geburtsstadt Salzburg begannen dreitägige Feste für den Komponisten, den Dirigent Nikolaus Harnoncourt bei einem Festakt Mozart als „Griffel in Gottes Hand“ bezeichnete. Zahlreiche Zeitungen gratulierten dem Genius auf der Titelseite, selbst die Suchmaschine „Google“ schmückte sich mit Mozartlocke.

„Mozarthaus Vienna“ übergeben

In Wien wurde am Vormittag das zum „Mozarthaus Vienna“ umgebaute „Figarohaus“ feierlich der Öffentlichkeit übergeben. Das „Erlebniszentrum“ im barocken Innenstadtbau ist während des dreitägigen Mozartfests rund um die Uhr frei zugänglich. Die Übertragung des Festakts lieferte zugleich den Auftakt für das Programm im „Festzelt“ am Stephansplatz. Dort werden auch kleinere Live-Events geboten und Karten für für sämtliche Veranstaltungen verkauft.

Thematische „Mozartreisen“

Fünf thematische „Mozartreisen“ bieten am Wochenende ein buntes Programm, von zeitgenössischen Uraufführungen über Lesungen bis zu Filmvorführungen zum Thema Mozart. Am besten besucht waren am Freitag die Veranstaltungen, die Vertrautes boten, wie eine Lesung mit Josephstadt-Liebling Herbert Föttinger im Musikverein oder „Wiener Meister“ mit Senta Berger und Rudolf Buchbinder im Burgtheater. Mit einer historischen Zeitreise im Wien-Museum begann das Mozart-Fest für Kinder. In der Staatsoper wurde am Nachmittag die „Zauberflöte“ aufgeführt.

Viel internationale Prominenz

Mit viel internationaler Prominenz wurde in der Geburtsstadt des Komponisten gefeiert. Am Vormittag gab es im Mozarteum den Festakt zur Eröffnung des Mozart-Jahres mit einer Künstlerrede Harnoncourts, bei dem er auch die Wiener Philharmoniker dirigierte. Für Harnoncourt bleibt Mozart ungreifbar und unbegreifbar. Man müsse beschämt erkennen, „dass unsere Elle nicht in sein Maßsystem passt – er kommt von einem anderen Stern“. Großes Interesse herrschte am ersten Tag der neuen Ausstellung „Viva!MOZART“, mit der das neue Salzburg Museum eröffnet wurde. Am Nachmittag wurde in Salzburg außerdem die erste interaktive Mozart-DVD präsentiert und im Wohnhaus des Komponisten die Ausstellung „Mozart in Verona“ eröffnet.

Weitere Höhepunkte folgten am Nachmittag und Abend. Im Wiener Stephansdom führten am späten Nachmittag die Wiener Sängerknaben mit dem RSO unter Bertrand Billy die „Krönungsmesse“ auf. Das Geburtstagskonzert wurde von rund 30 Fernsehanstalten übertragen. In Salzburg fand am frühen Abend auf dem Kapitelplatz das Geburtstagsfest für die Bevölkerung mit zahlreichen Konzerten und Lichtshow statt. Am Abend hat im Theater an der Wien „Idomeneo“ mit den Wiener Philharmonikern unter Peter Schneider und mit Neil Shicoff, Angelika Kirchschlager und Genia Kühmeier Premiere gefeiert. In Salzburg gab es im Großen Festspielhaus ein Festkonzert mit den Wiener Philharmonikern unter Riccardo Muti, zu dem auch die Teilnehmer der EU-Tagung „Sound of Europe“ erwartet wurden. „Happy Birthday, Mozart“ hieß es im Salzburger Landestheater. Und zur Geburtsstunde des Genius loci um 20 Uhr läuteten die Glocken in der Altstadt.

Auch im Ausland wurde gefeiert

Zu den internationalen Highlights des Tages zählt ein Galakonzert im Prager Ständetheater, dem Uraufführungsort von „Don Giovanni“, und die mit viel Spannung erwartete „Giovanni“-Premiere in der Regie des österreichischen Filmregisseurs Michael Haneke an der Pariser Oper. An der Berliner Staatsoper Unter den Linden dirigiert Daniel Barenboim einen Galaabend mit der Staatskapelle Berlin. Die „deutsche Mozartstadt“ Augsburg, die Heimat von Wolfgangs Vater Leopold, ehrte den Musiker mit einem Festakt. Die Semperoper Dresden wurde zum Geburtstag mit Schleifen verziert, in Brüssel wurde das „Manneken Pis“ in Mozart-Kostüme gesteckt. Und der ORF-Fernsehsender TW1 zeigte als ersten Live-Act des 24-stündigen TV-Marathons “24 Hours Mozart“ ein umjubeltes Gala-Konzert in Peking mit dem China Philharmonic Orchestra und dem Pianisten Lang Lang.

Weltweit werden im Mozartjahr mit der Marke Mozart gute Geschäft gemacht. Der Intendant des Wiener Mozartjahres schätzt im Wirtschaftsmagazin „Saldo“ die Mehreinnahmen in Wien und Salzburg auf 100 Mio. Euro und global auf 5 Milliarden Euro.

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