Ermittlungen gegen Meinl Bank wegen früherer Antigua-Tochter

Die Finanzmarktaufsicht (FMA) hat die Meinl Bank bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Die Bank selbst hat schon 2016 eine Meldung zum Verdacht der Geldwäsche beim Bundeskriminalamt eingebracht. Dabei ging bzw. geht es laut “ZiB2” und “profil” um die frühere Tochter des Instituts, die Meinl Bank Antigua, die womöglich in Geldflüsse rund um das brasilianische Odebrecht-Skandal zu tun haben könnte.

Die Wiener Meinl Bank hat laut dem Fernsehbericht die Antigua-Tochter 2015 endgültig verkauft, sich schon zuvor schrittweise aus der Tochter zurückgezogen. Die Meinl Bank argumentiere, sie habe schon ab 2011 keinen operativen Einfluss mehr auf die Meinl Bank Antigua mehr gehabt.

Bis 2014 habe die Wiener Mutter aber den Zahlungsverkehr der Tochter abgewickelt. Bis 2015 – bis dahin habe die Mutter 25 Prozent an der Tochter, also eine Sperrminorität gehalten – könnten bis zu 1,6 Mrd. Dollar (1,49 Mrd. Euro) aus dem Dunstkreis des Odebrecht-Skandals über die Tochter auch in Wien gelandet sein, berichtete die “ZiB2” am späten Freitagabend.

Die Meinl Bank hat laut ORF stets mitgeteilt, es sollte nicht versucht werden, einen Zusammenhang herzustellen, wo es keinen gebe. Laut Bericht zeige aber die Meldung der Bank beim BKA aber, dass es womöglich einen Zusammenhang geben könnte. Freilich müssen das erst die Ermittlungen klären und es gilt die Unschuldsvermutung. Es könnte um die Frage des Zeitpunkts der Meldung der Meinl Bank ans BKA gehen.

Die Rechercheergebnisse von “profil” und “ZiB2” stammen aus den sogenannten Panama-Papers.

(APA)

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