Erfolgreicher Liga-Auftakt für Austria und Rapid: Stimmen zum Spiel

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Die Austria setzte sich in Grödig durch, Rapid schlug den WAC.
Die Austria setzte sich in Grödig durch, Rapid schlug den WAC. - © APA/Daniel Krug
Einen erfreulichen Frühjahrsstart legten Austria und Rapid am Samstag in der Fußball-Bundesliga hin. Die Austria setzte sich beim SV Grödig mit 1:0 durch. Einen Zähler hinter dem Erzrivalen liegt Rapid nach einem 3:0-Heimsieg über den WAC.

Austria übernahm damit zumindest für einen Tag um einen Punkt die Tabellenführung von Red Bull Salzburg. Zum Rapid-Sieg: Das Resultat gegen den Tabellenletzten täuscht – fast eine Stunde lang waren die Kärntner im Happel-Stadion ein mehr als ebenbürtiger Gegner.

Barisic nach Sieg über WAC: “Hartes Stück Arbeit”

Dann jedoch schlug Rapid von der 56. bis 62. Minute dreimal zu und entschied die Partie. “Der WAC hat es uns irrsinnig schwer gemacht, es war ein hartes Stück Arbeit”, gab Trainer Zoran Barisic zu.

Seine Mannschaft lieferte vor dem Seitenwechsel einen mehr als durchwachsenen Auftritt ab. “Da waren wir zu pomadig, und der WAC war immer gefährlich.” Erst eine Kabinenansprache in der Pause brachte die Wende. “In der zweiten Hälfte haben wir ein anderes Gesicht gezeigt, mehr in das Spiel investiert und sind besser in die Zweikämpfe gekommen”, sagte Barisic.

Lob für Richard Strebinger

Auf den Rekordmeister wartet in den kommenden Wochen ein intensives Programm mit acht Partien in 25 Tagen. “Deshalb war dieser Sieg zum Auftakt irrsinnig wichtig. Man weiß nie genau, wo man vor dem ersten Spiel steht. Vielleicht ist man da in einigen Situationen zu verkrampft, das hat man heute bei uns gesehen”, erklärte der Coach.

Dass es noch zu einem letztlich klaren Erfolg reichte, lag auch an Richard Strebinger. Der im Herbst noch viel gescholtene Goalie verhinderte in der ersten Hälfte mit einer spektakulären dreifachen Abwehr einen Rückstand. “In dieser Phase hat uns Richard im Spiel gehalten. Aber nicht nur diese Paraden, sein ganzes Auftreten war großartig”, lobte Barisic den früheren Profi von Werder Bremen.

Strebinger zeigte sich nach dem Schlusspfiff erleichtert. “Ich habe mich in der gesamten Vorbereitung gut gefühlt, bin überzeugt von mir und froh, dass ich der Mannschaft helfen konnte. Über den Herbst will ich gar nicht mehr reden”, meinte der Tormann, der mit einem Mentaltrainer zusammenarbeitet.

Matej Jelic ist motiviert

Auch ein weiteres Rapid-Sorgenkind der Hinrunde trat gegen den WAC positiv in Erscheinung. Der im Vorjahr nicht immer glücklich agierende Matej Jelic erzielte per Fallrückzieher einen Treffer der Marke Tor des Monats. “Das wird mich sicher sehr motivieren. Ich habe zwar schon drei, vier ähnliche Treffer erzielt, aber das war der schönste”, sagte der kroatische Stürmer, mit dem sich auch Barisic freute: “Er hat gezeigt, dass er ein sehr guter Spieler werden kann.”

Ebenfalls glücklich war der Betreuer über das Pflichtspiel-Debüt von Andreas Kuen für Rapid. Nach zahlreichen Knieverletzungen kam der Tiroler 612 Tage nach seinem Transfer erstmals in einem Pflichtspiel für die Grün-Weißen zum Einsatz. “Mir rinnt jetzt noch die Gänsehaut runter, wenn ich daran denke, wie sich die Mitspieler für ihn gefreut haben, als er im Kader war”, erzählte Barisic.

Standards wieder als Trumpf für “Veilchen”

Der Tiroler hatte sich in den vergangenen Monaten Holger Badstuber zum Vorbild genommen – der Bayern-Verteidiger wurde auch von zahlreichen Verletzungen zurückgeworfen, schaffte aber das Comeback. “Ans Aufhören habe ich nie gedacht”, beteuerte Kuen.

Sein Club liegt weiterhin einen Punkt hinter der Austria, die in Grödig dank eines Kopfballs von Alexander Gorgon nach einem Eckball das bessere Ende für sich hatte. “Ich habe der Mannschaft vorher gesagt, dass solche Spiele auch durch Standards entschieden werden”, meinte Trainer Thorsten Fink, und der Goldtorschütze ergänzte nach seinem zwölften Liga-Saisontreffer: “Die Standards sind unsere Stärke.”

Wermutstropfen für Austria Wien

Ein kleiner Wermutstropfen aber blieb für die Veilchen: Im Derby am kommenden Sonntag daheim gegen Rapid muss Regisseur Alexander Grünwald wegen einer Gelb-Sperre zuschauen. “Er wird uns sehr fehlen. Aber im Mittelfeld sind wir gut aufgestellt. Ich habe gute Alternativen”, erklärte Fink. Die zumindest vorläufige Tabellenführung nahm der Deutsche zufrieden zur Kenntnis. “Doch das ist nur eine Momentaufnahme.”

Weiter geht es für die Austria bereits am Dienstag im Cup-Viertelfinale mit dem Heimspiel gegen den LASK. Einen Tag später trifft Rapid in der Runde der letzten acht im Happel-Stadion auf die Admira.

(apa/red)

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