Entführung aus Wien: Kind zurückgegeben

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Nach einer Kindesentführung aus Wien in den Irak ist ein Vierjähriger am türkisch-irakischen Grenzübergang Silopi an seine Mutter (29), eine österreichische Staatsbürgerin nordirakischer Herkunft, zurückgegeben worden.

Ihr Ex-Mann hatte den Buben am 14. Jänner in Wien an sich gerissen und war mit ihm in den Nordirak geflüchtet.

Das Kind wurde am Donnerstagnachmittag auf der irakischen Seite der Grenze an den Verbindungsbeamten der österreichischen Botschaft in Ankara, Wolfgang Poick, und Mitarbeitern des Verbands für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit (WADI) überreicht. Die Übergabe sei schwierig gewesen, sagte Poick nach etwa vierstündigen Verhandlungen mit dem nordirakischen Ex-Ehemann sowie seinen Angehörigen und kurdisch-irakischen Grenzbehörden an Ort und Stelle zur APA.

Während der Verhandlungen spielten sich zum Teil dramatische Szenen ab, berichtete Poick: „Auf der irakischen Seite war die Übergabe schlecht vorbereitet, es war zum Teil chaotisch.“ Problematisch war vor allem, dass der Vater des Kindes und weitere Angehörige anwesend waren. „Der Vater erlitt einen Kreislaufzusammenbruch. Als wir abfuhren, zertrümmerte er dann die Frontscheibe des Grenztaxis.“

„Wichtig ist, dass das Kind gesund zurück und bei seiner Mutter ist“, sagte Poick. Die Mutter wartete während den Verhandlungen mit drei Beamten des Einsatzkommandos Cobra des österreichischen Innenministeriums auf der türkischen Seite der Grenze auf ihren Sohn. Nach der Rückkehr des Buben begab sich die Mutter in Begleitung der Beamten auf die Rückreise nach Österreich.

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