Englische Schriftstellerin Bainbridge gestorben

In Großbritannien bekannt und populär
In Großbritannien bekannt und populär - © APA (epa)
Die auf Historienromane spezialisierte britische Schriftstellerin Beryl Bainbridge ist am Freitag im Alter von 75 Jahren gestorben. Im deutschsprachigen Raum war Bainbridge kaum bekannt, aber in ihrer Heimat erreichte sie hohe Auflagen und bekam fast durchwegs gute Kritiken. “An Awfully Big Adventure” (Eine sachliche Romanze), wurde beispielsweise 1995 mit Hugh Grant und Alan Rickman verfilmt.

Bainbridge wurde fünfmal für den Booker Prize, den wichtigsten britischen Literaturpreis, nominiert, öfter als jeder andere Autor. Sie bekam ihn aber nie. Dafür erhielt sie andere Auszeichnungen und wurde von der Queen in den Adelsstand erhoben. In den letzten 20 Jahren schrieb sie historische Romane, die sich sehr gut verkauften.

Als Hintergrund für die Handlung wählte sie unter anderem den Krim-Krieg, den ersten modernen Stellungskrieg im 19. Jahrhundert, die fatale Südsee-Expedition des Sir Robert Scott oder den Untergang der “Titanic”. Als eine der ersten wagte sie sich auch daran, der Figur des Adolf Hitler etwas Komisches abzugewinnen: 1978 veröffentlichte sie “Young Adolf”. Darin besucht der 23-jährige Hitler Verwandte in Liverpool und gerät mit den Engländern aneinander.

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