Endlich: Andreas Gabalier outet sich

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Endlich: Andreas Gabalier outet sich
© Bad Kleinkirchheim (via Flickr, CC BY 2.0)
Gastkommentar der Gebrüder Moped: Schade! Die erfolgreiche österreichische Cisgender-Kunstfigur “Andreas Gabalier” durfte jüngst auf der Privatsenderparty rund um einen heimischen Musikaward leider keinen Preis in der Kategorie “Künstlerin des Jahres” abstauben.

Die engstirnige Jury nämlich konnte sich nicht einigen, ob der glanzvollen Alpen-Diva mit dem kleinkarierten Rotztuch der Preis für das Jahr 1934 oder 1938 ausgehändigt werden solle. Dann eben nicht.

Volksrock’n’Roll geoutet

Andreas Gabalier aber hat die Chance der Stunde erkannt und seinen öffentlichen Auftritt für etwas genutzt, das sich leider nur ganz wenige Künstler seines Kalibers trauen: Er hat eine Lanze für die mittlerweile mehrfach unterdrückte 90%-Minderheit der Heterosexuellen im Lande gebrochen und sein eigenes Coming Out verkündet: Ja, der Andi liebt genderübergreifend. Er mag “Weiberl”, obwohl er selbst ein “Manderl” ist. Das muss erlaubt sein. Das wird man doch wohl noch schnackseln dürfen. Auch heutzutage. Außerdem wünscht er sich mehr Toleranz für seinesgleichen. Nachvollziehbar.

Auch Heteros haben Rechte

Menschen mit heterosexuellem Hintergrund erleben häufig Ausgrenzung innerhalb der eigenen Familie, sie werden im Beruf gemobbt, vor dem Gesetz diskriminiert, beim Schmusen aus Kaffeehäusern vertrieben, sie müssen sich ständig beleidigend als “scheiß Hete” bezeichnen lassen und aus vielen Ländern der Erde musst du um dein Leben flüchten, wenn du heterosexuell lebst, liebst und dazu auch stehst. In einigen Staaten gilt nachwievor die Todesstrafe für Heteros.

Todesstrafe halb so wild

Man kann es aber auch übertreiben. Denn so schlimm ist die Todesstrafe auch wieder nicht. Im US-Bundesstaat Utah wird nun zum Beispiel wieder das Erschießen als Hinrichtungsmethode eingeführt. Zum einen, weil Giftspritzen in Übersee gerade ein wenig knapp sind, zum anderen, weil Erschießen im Vergleich zum tödlichen Jaukerl letztlich auch die „humanere“ Variante der Hinrichtung sei.

Politisch korrekt – und dieses Attribut klebt bekanntlich auf den Fahnen des Homo-Mainstreams – nennt man nicht umsonst die Phase nach der Erschießung heutzutage nicht mehr “Tod”, sondern “humanitärer Aufenthalt”.

PS: Der Blog-Beitrag “Warum ein Manderl, das auf Weiberl steht, es so schwer hat” von Marco Schreuder hat uns zu dieser Kolumne inspiriert.”

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