“Emirat Kaukasus”: Terror-Prozess gegen Tschetschenen in Wien fortgesetzt

Der Terror-Prozess gegen einen Tschetschenen geht in Wien weiter
Der Terror-Prozess gegen einen Tschetschenen geht in Wien weiter - © APA
Magomed I. erneut vor Gericht: Im Wiener Landesgericht für Strafsachen ist am Freitag der Prozess gegen einen mutmaßlichen Vertreter der radikal-islamistischen tschetschenischen Terrororganisation “Emirat Kaukasus” fortgesetzt worden.

Magomed I. soll im Sommer 2012 eine 17-köpfige tschetschenische Kämpfer-Truppe angeführt haben, die über Georgien in die russische Teilrepublik Dagestan gelangen wollte.

Terror-Prozess gegen Tschetschene: Erster Zeuge befragt

Laut Anklage hatten die Tschetschenen vor, auf russischem Territorium Anschläge zu begehen, wurden allerdings von georgischen Sicherheitskräften in ein Feuergefecht verwickelt und am Grenzübertritt gehindert. Magomed I. behauptet, er sei in Wahrheit als Spion für Russland und nicht als Terrorist tätig gewesen.

Ein erster Zeuge aus Georgien – weitere sind für Mitte Juli geladen – berichtete nun dem Schwurgericht, einige Tage nach dem Feuergefecht im Lopota-Tal hätten fünf Tschetschenen nachts an seine Tür geklopft. Darunter hätte sich auch der Angeklagte befunden, der sich als “Abu Hamza” vorgestellt hätte: “Sie hatten Verwundete dabei und baten um Hilfe.” Er hätte sie mit seinem Jeep zu einem ein paar 100 Meter entfernten Haus chauffiert, wo die Verletzten seines Wissens medizinisch versorgt wurden.

(apa/red)

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