EM: Österreichisches Nationalteam hat keine großen Sicherheitsbedenken

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Das ÖFB-Team zeigt keine großen Bedenken hinsichtlich der EM
Das ÖFB-Team zeigt keine großen Bedenken hinsichtlich der EM - © APA/GEORG HOCHMUTH
Trotz dem Ausnahmezustand im Veranstalterland Frankreich zeigen die ÖFB-Teamspieler Vertrauen in die Sicherheitskräfte und versuchen, die EM zu genießen.

Marc Janko: “Natürlich hat man das immer irgendwie im Hinterkopf, dass immer etwas passieren kann. Aber ich glaube, wenn man von Angst geleitet ist, ist das kein guter Ratgeber. Wir haben größtes Vertrauen in die Sicherheitskräfte, die uns dort bewachen werden. Ich glaube auf keinen Fall, dass man da jetzt mit Angst hinfahren sollte.”

Bewachung des Quartiers und Polizeieskorte

Das Teamquartier der Österreicher in Mallemort wird laut ÖFB-Angaben rund um die Uhr von rund 60 französischen Polizisten bewacht. Die Mannschaft wird permanent von zwei Personenschützern der Spezialeinheit GIGN begleitet. Alle Transfers mit dem Mannschaftsbus werden von der Polizei eskortiert – selbst jene zum nahegelegenen Trainingsplatz. Die Stadien selbst werden bei den Spielen zur Hochsicherheitszone. Zuschauer müssen zahlreiche Kontrollen über sich ergehen lassen. Bei der Anschlagsserie von Paris am 13. November hatten sich drei Selbstmordattentäter während des Testspiels Frankreichs gegen Deutschland im Umfeld des Stade de France in die Luft gesprengt. Die Österreicher bestreiten dort am 22. Juni ihr abschließendes Gruppenspiel gegen Island.

85.000 Sicherheitskräfte im Einsatz

Janko will sich davon nicht einschüchtern lassen. “Es ist wichtig, dass man immer wieder kommuniziert, dass man sich nicht von dieser Gruppe Menschen das Leben diktieren lässt”, betonte der 32-jährige Familienvater. “In dem Fall heißt das einfach, an diesem Großereignis teilnehmen und probieren, Spaß zu haben.” Größere Gefahr als in den Stadien orten einige ÖFB-Teamspieler auf öffentlichen Plätzen oder in Fanmeilen. “Ich glaube, dass wir sehr gut umsorgt werden”, meinte etwa Stuttgart-Angreifer Martin Harnik. “Mehr Sorgen als um mich mache ich mir um meine Familie. Ich möchte sie in Frankreich mit dabeihaben. Da sind die Bedenken größer als um meine eigene Sicherheit.” Allerdings will der französische Staat auch für die öffentliche Sicherheit sorgen. Mehr als 72.000 Polizisten und Gendarmen werden aufgeboten. Dazu kommen rund 13.000 private Sicherheitsleute, die die Europäische Fußball-Union (UEFA) als EM-Veranstalter angeheuert hat. Diese sind auch für die Fanzonen zuständig. Janko: “Ich bin mir sicher, dass auch dort alles unternommen wird, damit nichts passiert.”

>> Alle Informationen rund um die Fußball-EM in Frankreich

(APA/Red.)

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