Elf goldene Regeln zum Sparen, die jeder Konsument kennen sollte

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Einfache Tipps, um beim Einkaufen zu sparen.
Einfache Tipps, um beim Einkaufen zu sparen. - © APA
Viele Österreicher haben Schulden, zeigt eine aktuelle ING DiBa-Umfrage. Die Hauptursache für drohenden Privatkonkurs ist oft fehlerhaftes Konsumverhalten. Dabei können Konsumenten viel Geld sparen, wenn sie diese einfachen goldenen Regeln befolgen.

20 Prozent der befragten Privatschuldner gaben an, dass ein Konsumkredit der Grund für ihr Schuldverhältnis sei und 16 Prozent überziehen ihr Konto, der Umfrage zufolge, regelmäßig.

Das Social Commerce-Portal Preisjaeger.at erklärt, worauf Konsumenten achten sollten.

1.) Den Überblick behalten

Schulden entstehen, wenn Konsumenten sprichwörtlich „über ihre Verhältnisse leben“, also mehr Geld ausgeben als ihnen eigentlich zur Verfügung steht. Jeder sollte sich deshalb wenigstens ein- bis zweimal im Jahr ein genaues Bild machen, welche regelmäßigen Einkünfte er erzielt und welche regelmäßigen Kosten (Inklusivmiete, Assekuranz, sonstige Verträge) dem gegenüberstehen. So lässt sich schnell ermitteln, wie groß das Budget für den Kauf von Lebensmitteln, Kleidung und anderen Produkten ist.

2.) Einkaufslisten schreiben und befolgen

Dass man niemals hungrig in den Supermarkt gehen sollte, hat wohl jeder schon einmal gehört. Dennoch lassen sich viele Konsumenten durch geschicktes Marketing zu spontanen Käufen verleiten. Um unnötigen Anschaffungen vorzubeugen, sollten sich Konsumenten regelmäßig die Zeit nehmen, Einkaufslisten mit Produkten zu schreiben, die sie wirklich benötigen. Teuer sind oft nicht die Waren des täglichen Bedarfs, sondern „Luxusgüter“, die spontan und unüberlegt gekauft werden.

3.) Auf vermeintliche No-Name-Produkte ausweichen

Dass Markenhersteller wie Bahlsen, Dickmann’s, Meßmer oder Zentis ihre Produkte bei Diskontern auch unter anderem Namen verkaufen, zählt zu den wohl bestgehüteten Geheimnissen des Handels. Wer gezielt nach Zweitmarkten sucht, kann beim Einkauf von Lebensmitteln je nach Produkt zwischen 30 und 70 Prozent sparen — ohne bei der Qualität Abstriche machen zu müssen. Internetseiten wie www.wer-zu-wem.de klären darüber auf, welche Markenprodukte unter einem anderen Namen deutlich günstiger erhältlich sind.

4.) Rabattaktionen nutzen

Nicht nur im Winter- und Sommerschlussverkauf, sondern über das ganze Jahr verteilt reduzieren Händler ihre Preise. Mal führen Elektronikhändler spezielle Verkaufsaktionen durch, mal räumen Modegeschäfte ihre Lager, um Platz für neue Kollektionen zu schaffen. Eine tagesaktuelle Übersicht über einzelne Rabattaktionen bietet das Portal 2008 gestartete Portal Preisjäger.at Hier veröffentlichen, kommentieren und bewerten Konsumenten jeden Tag die neuesten Angebote von Online-Shops und stationären Händlern.

5.) Preise vergleichen

Viele Händler werben mit Formulierungen wie „günstig“, „Mezzie“, billig“ oder mit teils hohen Rabattangaben. Diese Werbeversprechen treffen jedoch nur selten zu. Konsumenten sollten sie deshalb immer kritisch hinterfragen. Preissuchmaschinen wie Idealo.at helfen, den günstigsten Preis für ein Produkt zu finden. Einfach den Namen des Produkts eingeben und die Preissuchmaschine listet die Angebote der einzelnen Händler auf.

6.) Rabattgutscheine nutzen

Wer vor dem Einkauf gezielt nach Coupons und Rabattgutscheinen sucht, kann beim Einkauf im Geschäft oder bei Online-Shops bares Geld sparen. Mal bietet ein Modehändler einen Gutschein im Wert von fünf Euro für die Anmeldung zum Newsletter an, mal lässt sich mit Gutscheinen bei Reiseveranstaltern und Drogerien eine Preisersparnis von 40 Prozent erzielen. Um den passenden Gutschein zu finden, sollten Konsumenten nach Begriffen wie “Händlername + Gutschein” suchen. Gibt man einen Code während der Bestellung ein, wird der Kaufpreis automatisch gesenkt.

7.) Saisonal und regionale kaufen

Gerade bei Obst und Gemüse bietet es sich an, auf saisonale und vor allem regionale Produkte zurückzugreifen. Diese haben für ihr Geld meist eine bessere Qualität und schonen in der Regel das Börserl mehr, als importierte Exoten.

8.) Produkte nicht auf Raten kaufen

Es gehört zu den traditionellen Kaufmannstugenden, immer nur das Geld auszugeben, über das man auch tatsächlich verfügt. Dennoch entscheiden sich viele Konsumenten dazu, vor allem hochpreisige Artikel auf Raten zu kaufen. Zu verlockend klingen Werbeversprechen wie die „Null-Prozent-Finanzierung“ auf den ersten Blick. Problematisch wird diese Art der Bezahlung, wenn sich die Einkommenssituation ändert und offene Forderungen nicht mehr bedient werden können. Vom Raten- oder Teilkauf sollten Konsumenten deshalb möglichst absehen.

9.) Gebraucht kaufen und Geld sparen

Was beim Auto schon lange Tradition hat, setzt sich zunehmend auch für andere Produkte durch: Auf virtuellen Marktplätzen bieten Privatpersonen Gebrauchtwaren teilweise deutlich unterhalb des Neupreises an. Wer ein wenig Zeit für die Suche und das Gespräch mit dem Verkäufer investiert, kann so bis zu 90 Prozent sparen. Der Haken bei der Sache: Das Recht auf Widerspruch, Umtausch und Gewährleistung gilt nicht für Privatverkäufe. Konsumenten sollten deshalb die Ware vor dem Kauf genau prüfen.

10.) Nicht mehr benötigte Dinge verkaufen

Virtuelle Marktplätze wie die Generalisten ebay.at und lokal.com und das auf Mode spezialisierte kleiderkreisel.at lassen sich nicht nur für den Kauf von Gebrauchtem, sondern genauso gut auch für den Kauf von Produkten nutzen, die man nicht mehr benötigt. Wer beispielsweise Möbel, Kleidung oder Unterhaltungselektronik nicht mehr benötigt, kann durch deren Verkauf relativ schnell und unkompliziert an Geld gelangen.

11.) Öfter einkaufen gehen – dafür weniger kaufen

Simpler, aber effektiver Tipp: Viele Lebensmittel landen ungeöffnet im Müll – womit bares Geld im Mistkübel landet. Grund: Bei Großeinkäufen wurde einfach zu viel gekauft. Durch bessere Planung uns bedarfsorientiertes Einkaufen lässt sich das verhindern – und damit spart man wieder.

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