EL-Duell mit Kapaz: Was Admira-Trainer Oliver Lederer auf den Aufstieg hoffen lässt

Dominik Starkl und die Admira wollen auch die Hürde Kapaz nehmen.
Dominik Starkl und die Admira wollen auch die Hürde Kapaz nehmen. - © APA/Helmut Fohringer
Admira Wacker empfängt im Hinspiel der zweiten Qualifikationsrunde der Europa League den FC Kapaz aus Aserbaidschan. Wovor Trainer Oliver Lederer warnt und wo die Chancen der Südstädter liegen.

Für Admira Wacker geht das Abenteuer Europa League am Donnerstag (19:00 Uhr, live auf ORF eins) mit dem Heimspiel in der zweiten Qualirunde gegen den FC Kapaz aus Aserbaidschan weiter. Trainer Oliver Lederer will in St. Pölten mit einem guten Resultat gegen einen defensiv kompakten Gegner die Basis für den Aufstieg legen. “Wir sind voller Vorfreude”, sagte der Wiener.

“Es ist ähnlich wie vor dem ersten Duell gegen Myjava. Wir freuen uns, dass es endlich weitergeht und wir wieder unser Können unter Beweis stellen können”, erklärte Lederer vor der nächsten Station in dem europäischen Reifeprozess für Team und Trainer. Gegen den slowakischen Verein Spartak Myjava hatte die Admira vor eigenem Publikum zunächst ein 1:1-Remis erreicht, auswärts gewannen die Niederösterreicher 3:2.

Nun bekommt es der Bundesliga-Vierte 2015/16 mit dem Fünften der abgelaufenen Saison der aserbaidschanischen Premier League aus der Stadt Ganja zu tun. Die Blau-Gelben sind heuer erstmals in der zweiten Runde eines internationalen Bewerbs vertreten, auf der ersten Qualistufe setzte sich Kapaz gegen Dacia Chișinău aus Moldawien nach einem torlosen Hinspiel auswärts knapp mit 1:0 durch.

Admira-Trainer Lederer: Aufstieg im “Berich des Möglichen”

Der Aufstieg in die dritte Runde ist für Lederer im “Bereich des Möglichen”, wenn die Mannschaft mit dem gleichen Enthusiasmus an die Aufgabe herangehe wie gegen die Slowaken. In der NV-Arena soll der Grundstein gelegt werden. Aber: “Wir werden in St. Pölten nicht aufsteigen”, meinte der Trainer.

Die größte Zeit erlebte Kapaz in den 1990er-Jahren, damals feierte der Klub drei Meistertitel und gewann vier Mal den Cup. Damals traf die Wiener Austria im UEFA-Cup auf Kapaz und setzte sich mit dem durchaus herzeigbaren Gesamtscore von 9:1 durch. So einfach wird es diesmal aber nicht werden, ist sich Lederer sicher.

Darauf wird es gegen Kapaz ankommen

“Was die Mannschaft auszeichnet, das zeigen schon die ersten beiden Spiele, ist, dass sie sehr gut verteidigt. Auf der anderen Seite haben sie einige Südamerikaner in der Mannschaft, die für die nötige Kreativität sorgen sollen und das auch tun”, erläuterte der Ex-Rapid-Profi. “Auch Standardsituationen sind immer ein Thema, auch wenn das ein Stehsatz ist. Sie versuchen sehr früh, hohe Bälle in den Strafraum zu schlagen.”

Alles in allem werde es darauf ankommen, die richtige Balance über die zwei Spiele zu finden. “Wichtig wird sein, unsere Spielphilosophie durchzubringen – mit einem kleinen Blick auf den Gegner”, sagte Lederer. “Die Qualität haben wir, dass wir Kapaz unter Druck setzen und am Ende des Tages auch den Aufstieg schaffen.”

Alle Admira-Spieler sind fit

Personell kann der Trainer derzeit aus dem Vollen schöpfen. Lederer: “Im Augenblick sind wir nahezu komplett, was uns noch ein Stück weit variabler macht.”

Dass Kapitän Daniel Toth gegen Myjava nicht von Anfang an spielte, sei so gesehen keine Sensation, sondern könne vor dem Hintergrund taktischer Überlegungen eben mitunter vorkommen. “Das sieht er genauso”, beschwichtigte Lederer. “Er ist jemand, der sein persönliches Ego nicht über die Mannschaft stellt. Er wird noch sehr viele Spiele für uns bestreiten.”

(APA, Red.)

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