Eishockey: VSV steht praktisch im Viertelfinale, Vienna Capitals verlieren

Die Vienna Capitals beim Spiel gegen den Dornbirner EC
Die Vienna Capitals beim Spiel gegen den Dornbirner EC - © sports-pictures.org
Der VSV hat den Einzug ins Viertelfinale der Erste Bank Eishockey-Liga so gut wie sicher in der Tasche. Die zuletzt erfolgreichen Vienna Capitals mussten dagegen eine Niederlage einstecken.

Die Villacher fuhren am Dienstag im 5. Spiel der Qualifikationsrunde einen klaren 5:1-Derbysieg beim KAC ein und sicherten damit Rang eins ab. Die Klagenfurter haben als erster Verfolger schon einen Respektabstand von neun Zählern. Neuer Dritter ist Innsbruck nach einem 3:1 gegen Fehervar.

Vienna Capitals verlieren nach Siegesserie

Graz gewann bei Nachzügler Ljubljana mit 3:2 und ist nun Vierter. In der Pick-Round verteidigte Salzburg Platz eins im Schlager bei den Black Wings Linz erfolgreich. Der Meister siegte nach zuletzt zwei Niederlagen am Stück auswärts mit 5:2. Die Vienna Capitals gingen hingegen nach drei Spielen ohne Niederlage wieder als Verlierer vom Eis. Dornbirn setzte sich in der Bundeshauptstadt mit 5:4 durch. Bozen schlug Znojmo mit 3:2 n.P., die Tschechen rückten dank des Punktgewinns dennoch auf Platz zwei vor.

>>Vienna Capitals vs. Dornbirner E: Bilder vom Spiel

In der Stadthalle Klagenfurt präsentierten sich die nun fünfmal in Serie siegreich gebliebenen Villacher “Adler” als taktisch klüger, zweikampfstärker und vor dem Tor effizienter als der Erzrivale. Christof Kromp, der 18-jährige Sohn von VSV-Legende Wolfgang Kromp, traf nach 69 Sekunden zur Führung. Für den in Schweden und Nordamerika ausgebildeten Stürmer war es sein erster Treffer in der Liga.

VSV defensiv stark

Der zuletzt ebenfalls erfolgsverwöhnte KAC kam zu langsam in Schwung. Gerade als die Rotjacken das Kommando zu übernehmen schienen, schlug der defensiv starke VSV 47 Sekunden vor Ende des ersten Drittels durch Dustin Johner erneut zu. Der einst stark in der Kritik stehende Kanadier trug sich im Mitteldrittel dann aus einem Penalty (26.) und im Powerplay (31.) noch zweimal als Torschütze ein.

Ryan McKiernan finalisierte in 5:3-Überzahl die Demontage der Klagenfurter. Einziger Wermutstropfen für den VSV blieb, dass Jamie Lundmark ein “shut-out” des starken Goalies Jean-Philippe Lamoureux vereitelte. Die Villacher haben in den sechs Spielen der “Hoffnungsrunde” dennoch erst neun Gegentreffer hinnehmen müssen. Bereits am Freitag gibt es für den KAC in Villach die Chance zur Revanche im 313. Derby.

Innsbruck gegen Ungarn gut dabei

Die kleine Chance auf den Viertelfinal-Einzug am Leben hielt Innsbruck. Drei Punkte waren gegen Fehervar Pflicht, zunächst gingen die Ungarn jedoch in Führung. Zweimal rettete für den geschlagenen Andy Chiodo im Tor der Haie außerdem Metall. Im zweiten Abschnitt legten die Heimischen dann doch einen Gang zu. Ein von Christoph Hörtnagl abgefälschter Schuss (33.) und Jeff Ulmer im Powerplay (40.) sorgten für die Führung. Andreas Valdix (42.) gelang aus einem Gestocher noch der dritte Innsbrucker Treffer.

In der Pick-Round präsentierte sich Salzburg in Linz anders als zuletzt in Znaim (6:7) von Beginn an konzentrierter. Brett Sterling (14.) sorgte für den 1:0-Vorsprung der Gäste nach dem ersten Drittel. Die Black Wings konnten in Überzahl durch Fabio Hofer (28.) zwar ausgleichen, ein Doppelschlag von Alexander Rauchenwald und Konstantin Komarek innerhalb von 19 Sekunden (33.) ließ die Salzburger aber erneut jubeln.

Verdienter Sieg für Dornbirn

Die Mozartstädter legten kurz vor Ende des Mitteldrittels noch einmal nach. Sebastien Piche brachte Linz zwar noch einmal auf 2:4 heran, die Wende konnten die Stahlstädter aber nicht mehr erzwingen. Nach fünf Saisonduellen zwischen Linz und Salzburg hat damit jedes Mal das Auswärtsteam den Sieg davongetragen.

Dornbirns Sieg in Wien war verdient. Die ohne den verletzen Goalie Nathan Lawson (Schulter) angetretenen Capitals präsentierten sich in der Defensive wie auch der Gegner fehleranfällig. Zwar gingen die Wiener durch Jamie Fraser in der 38. Minute mit 3:2 in Führung, Kyle Greentree glich aber nur kurz darauf aus.

Torjäger Chris D’Alvise brachte die Vorarlberger dann mit einem Schuss aus der Drehung (42.) erneut voran, Matt Siddall legte aus einem Konter (44.) nach. Ideenlose Capitals rannten danach lang vergeblich dem Anschluss hinterher. Erst nachdem Jonathan Ferland 2:54 Minuten vor der Sirene getroffen hatte, kam kurz Spannung auf. Dornbirn brachte den zweiten Saisonerfolg in Wien aber über die Zeit.

(apa/red)

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