11. Februar 2012 14:46; Akt.: 11.02.2012 14:46

Ein Trio hat die Spitze fest im Visier

Ein Trio hat die Spitze fest im Visier © EPA
Wenn heute das runde Leder wieder rollt, beginnt auch für die Vorarlberger Margreitter, Liendl und Koch die Frühjahrssaison.

Es war eine bewegte Wintertransferzeit bei der Austria aus Wien. Stammspieler wurden verkauft, ein neuer Trainer ist gekommen. Und mit ihm ein neues System. „Wir sind jetzt um einiges kompakter“, geben Georg Margreitter und Michael Liendl Einblick in die Spielphilosophie von Ivica Vastic. Doch für die beiden Vorarlberger im Dress der „Veilchen“ hat sich noch einiges mehr verändert. „Wir sind jetzt auch vor den Heimspielen kaserniert“, erzählt der Thüringer Liendl, und der Montafoner Margreitter ergänzt: „Wenn wir jetzt zwei Mal Training haben, dann müssen wir im Stadion bleiben und bekommen dort ein Mittag-essen. So sparen wir uns Zeit und können diese zur Regeneration nützen. Praktisch ein Rundum-Paket mit Mittagessen.“

In Sachen Zielsetzung unterscheidet das Vorarlberger Duo in der Bundeshauptstadt ganz bewusst auf persönliche bzw. teaminterne Ziele. „Wir haben alle Gegner schon besiegt, haben zudem einen ausgeglichenen Kader. Im Klartext: Unser Ziel ist der Meistertitel“, so Margreitter. Er selbst will da weitermachen, wo er im Herbst aufgehört hat. „Wenn wir gut spielen und wenig Tore bekommen, spricht das für mich“, so der 23-Jährige. Dass durch seine Leistungen in der Europa League auch Scouts anderer Klubs auf den Tschaggunser aufmerksam geworden sind, beflügelt ihn zudem. „Sportlich war die Europa League eine super Erfahrung für mich“, so Margreitter, der sich dadurch aber nicht ablenken lassen will. Seine Konzentration gilt dem Verein – und dann will er sich für das Stammpersonal im Nationalteam empfehlen. Auch für Liendl (26) geht es im Frühjahr um seine Zukunft, läuft doch sein Vertrag aus. Deshalb will er vor allem eines: „Ganz einfach spielen. Ich denke, ich habe mich in den zweieinhalb Jahren hier etabliert. Viele haben mir das gar nicht zugetraut. Deshalb muss mein Anspruch ein Platz unter den ersten Elf sein.“ Und wo sieht er seine sportliche Zukunft? „Momentan bin ich in alle Richtungen offen“, so der Mittelfeldmann, „aber die Austria ist mein erster Ansprechpartner.“

Auf eine gute Vorbereitung blick Matthias Koch zurück. Vor allem die zehn Tage auf türkischem Naturrasen haben es dem Sturm-Spieler angetan. Nach einem halben Jahr in Graz kämpft der 23-Jährige jetzt vor allem um mehr Einsatzzeiten im Team des regierenden Meisters. „Ich will mir natürlich einen Stammplatz erkämp- fen“, betont er im VN-Gespräch. Der Feldkircher weiß aber um den Konkurrenzkampf auf seiner Position im zentralen Mittelfeld. „Ich denke, dass im Moment Weber und Säumel einen Vorsprung haben.“ Wie die Austria so ist auch Sturm noch in zwei Bewerben (Cup und Meisterschaft) aussichtsreich im Rennen. „Wir wollen vorne dabei sein und zumindest einen internationalen Startplatz“, so Koch.

Zur Person

Matthias Koch

Geboren: 1. April 1988

Größe: 186 cm

Gewicht: 73 kg

Position: Mittelfeld

Marktwert: 350.000 Euro

BL-Spiele/-Tore: 34/2

Laufbahn: SC Tisis, RW Rankweil, AKA Vorarlberg, SCR Altach, SK Sturm Graz (Vertrag bis 2013)

Michael Liendl

Geboren: 25. Oktober 1985

Größe: 176 cm

Gewicht: 72 kg

Position: Mittelfeld

Marktwert: 800.000 Euro

BL-Spiele/-Tore: 100/13

Laufbahn: FC Nenzing, FC Thüringen, AKA Vorarlberg, GAK, SV Kapfenberg, FK Austria Wien (Vertrag bis 2012)

Georg Margreitter

Geboren: 7. November 1988

Größe: 187 cm

Gewicht: 82 kg

Position: Innenverteidiger

Marktwert: 1,1. Mill. Euro

BL-Spiele/-Tore: 69/4

Laufbahn: FC Schruns, AKA Vorarlberg, LASK Linz, SC Wr. Neustadt, FK Austria Wien (Vertrag bis 2013)

Kein West-Derby, dafür West-Test

Das Westderby in Innsbruck musste abgesagt werden, stattdessen treffen Salzburg und Innsbruck heute in einem Test in Taxham aufeinander. Der Hintergrund für das Spiel: Die „Bullen“ wollen vor ihrem Europa-League-Spiel unbedingt den Ernstfall proben. „Von der Spannung her ist es natürlich kein Bundesligaspiel. Du kannst das Wettkampfklima nicht kopieren, aber du musst trotzdem Gas geben bis zum Umfallen“, so RB-Trainer Ricardo Moniz.

(VN/ Christian Adam)


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