Ein Tag für den Krampus und den Nikolaus

Akt.:
Krampustag ohne Nikolaus in Trofaiach
Krampustag ohne Nikolaus in Trofaiach - © Austria.com
“Glöckchen klingt von Haus zu Haus, heute kommt St. Nikolaus! Kommt durch Schnee, kommt durch Wind, kommt zu jedem braven Kind.”

Dieser Tage wird ein ganz besonderer Brauch in ganz Österreich zelebriert: Der Krampus- und der Nikolaustag. Dabei geht ihre Tadition bis in die keltische Zeit zurück.

Die Geschichte vom Nikolaus

Roter Mantel, Rauschebart und Süßigkeiten für Kinder: Die heutige Vorstellung vom Nikolaus hat wenig mit dem historischen Ursprung zu tun. Und doch reichen die Wurzeln der Vorstellungen und Bräuche wahrscheinlich bis ins 4. Jahrhundert zurück – zu Bischof Nikolaus von Myra in Kleinasien (heute Türkei). Sein Gedenktag in christlichen Kirchen ist der 6. Dezember.

Zu Lebzeiten hat Bischof Nikolaus späteren Legenden zufolge gute Taten vollbracht. So soll er sein Vermögen jungen Frauen geschenkt haben, die von ihren Eltern keine Mitgift erwarten konnten. Ohne Geld hätten sie als Prostituierte arbeiten müssen. Er soll auch Seefahrer vor Stürmen gerettet und heidnische Tempel zerstört haben. Historisch belegt ist sein Name auf dem Konzil von Nicäa im Jahr 325.

Geschenke für die Kinder

Forscher gehen davon aus, dass sich in Bischof Nikolaus die Erinnerungen an mehrere historische Figuren mischen. Ein Heiligenkult entwickelte sich erst im 6. Jahrhundert in Konstantinopel und breitete sich in Griechenland und den slawischen Länder aus. In deutschen Gebieten begann die Nikolaus-Verehrung erst im 10. Jahrhundert, als die griechische Ehefrau Kaiser Ottos II., Theophanu, Nikolaus-Bräuche aus ihrer Heimat mitbrachte.

Das Beschenken von Kindern gehörte bereits dazu. Im 15. Jahrhundert wurden dazu Schiffchen aus Papier gebastelt, in die der Nikolaus als Patron der Seefahrer seine Gaben legen sollte. Später lösten Stiefel, Schuhe oder Socken diese Schiffchen ab.

Krampustag in Trofaiach

Als Gegenpol zum gütigen Nikolaus entstanden mit der Zeit furchteinflößende Begleiter die ungezogene Kinder einschüchtern sollten: in deutschen Landen Knecht Ruprecht, in Frankreich Père Fouettard, in der Schweiz Schmutzli und in Österreich und Bayern Krampus.

Auch in der Stadt Trofaiach, in der Steiermark, wird jedes Jahr der Krampustag mitten am Hauptplatz mit einer spektakulären Show gefeiert. Rund 60 Teufeln, darunter auch Hexen und Perchten, aus dem Südburgenland lockten Groß und Klein in die kalte Nacht. Die Show endete mit einer spekakulären Feuershow. Trotz einiger negativen Schlagzeigen in den letzten Tagen, freuen sich auch die Steirer jedes Jahr auf den Krampustag. Unter den schweren Masken steckten in Trofaiach zu 50 Prozent im Übrigen Frauen.

Leserreporter
Bild an VOL.AT schicken


0Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann. Kommentare von registrierten Usern werden sofort freigeschaltet - hier registrieren!

noch 1000 Zeichen