Ein Leben ohne Klitoris

Man muss kein Feminist sein, um die Rechte der Frauen hochzuhalten.
Man muss kein Feminist sein, um die Rechte der Frauen hochzuhalten. - © Pixabay/Sujet
Gastkommentar: Mit Feminismus konnte ich noch nie sonderlich viel anfangen. Warum, das weiß ich selbst nicht. Doch einer Tatsache bin ich mir wohl bewusst: Dass wir Frauen die Errungenschaften der Vergangenheit schützen und verteidigen müssen.

Ich bin mir der Tatsache bewusst, dass es mutige Frauen waren, Feministinnen, denen ich das Leben, welches ich heute führe, zu verdanken habe. Allein das ist der Grund, warum Frauen wie ich kaum ein Wort über den Feminismus zu verlieren. Arrogant, träge und selbstgefällig, ich weiß.

Doch einer Tatsache bin ich mir wohl bewusst: Dass wir Frauen die Errungenschaften der Vergangenheit schützen und verteidigen müssen. Es ist eine Tatsache, dass wir nun verstärkt mit Kulturen in Kontakt kommen, wo Frauenrechte keine oder kaum Rechte haben.  Die wenigsten Menschen, die ich keine, wollen Menschen in Not nicht helfen – aber es muss erlaubt sein, die Probleme, die mit einer Migration solchen Ausmaßes einhergehen, offen anzusprechen. Der Demokratie sei Dank!

Erkämpfte Freiheit der Frauen

Es ist nun wichtiger denn je, dass wir all jene Menschen unterstützen, die sich für die hart erkämpfte Freiheit von Frauen einsetzen. Vor diesem Hintergrund habe ich die Einladung der großartigen Rebecca Schönenbach im Jänner in Berlin angenommen. Rebecca hat eine Bewegung ins Leben gerufen, von der wir noch gar nicht wissen, wie wichtig sie sein wird: FRAUEN FÜR FREIHEIT.

Dazu schreibt sie folgendes:

“Seit den Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht in Köln und anderen europäischen Städten hat mich und einige Freunde vor allem eines entsetzt: Wie schnell Grundrechte für Frauen keine Selbstverständlichkeit mehr sind. Ratschläge wie das berüchtigte “eine Armlänge Abstand” der Kölner Oberbürgermeisterin, Journalistinnen, die den Opfern fremdenfeindliche Motive unterstellten, und nicht zuletzt das Versagen von Polizei und Justiz ohne nennenswerte Konsequenzen verdeutlichen, wie hoch die Bereitschaft ist, die Selbstverständlichkeit eines selbstbestimmten Lebens in Freiheit für Frauen aufzugeben. Daher haben wir die Initiative Frauen für Freiheit gegründet, die sich nicht nur für die Freiheit von Frauen einsetzt, sondern für die Freiheit der Gesellschaft insgesamt. Denn wenn Frauen eingeschränkt werden, ist dies nur der erste Schritt zur Entrechtung aller. Ein Jahr nach Köln fordern wir nicht nur die uns zustehenden Grundrechte, sondern den Erhalt der Freiheit in allen Entscheidungen, die das Leben und die Liebe betreffen. Frauen, die vor Lebenslust sprühen, wenden sich gegen eine Kultur, die bereit ist, Einschränkungen als vermeintliche Vielfalt zu deklarieren. Dabei liegt unser Fokus nicht auf den Tätern, sondern auf den Reaktionen von Politik und Medien. Denn wenn Übergriffe auf Frauen zunehmend als Kollateralschaden gewertet, für statistisch irrelevant erklärt werden, wird Terror gegenüber Frauen nicht nur toleriert, sondern zur gesellschaftlichen Norm.”

Alle, die gesehen haben, wie brutal vor zwei Tagen Frauen in der Türkei niederknüppelt worden sind, nur weil sie für ihre Rechte auf die Straße gingen, wissen, was ich meine. Wir dürfen nicht zulassen, dass wir uns rückwärts bewegen! Wir dürfen nicht zulassen, dass wir aus falscher Toleranz unsere Rechte aufgeben! Vor diesem Hintergrund sind mutige Frauen wie Rebecca unglaublich wichtig – Frauen, die teils bedroht werden und dennoch nicht ihren Mund halten. Bitte unterstützt Frauen wie Rebecca, indem Ihr ihnen auf Social Media Kanälen folgt und ihre Text lest und verbreitet.

Ich möchte Euch unbedingt auch diesen Text ans Herz legen, der zu denken gibt. Vorweg, es handelt sich dabei nur um eine vergleichsweise kleine Gruppe, die Frauen verstümmelt, allerdings müssen wir uns bewusst sein, dass es dieses Unrecht noch immer gibt und dass wir darüber sprechen müssen. Der Text ist von Vera Schmidt, der ganze Beitrag befindet sich hier.
“Während wir hier uns darüber mokieren, dass Frauen teilweise noch immer nicht den gleichen Lohn erhalten wie Männer oder sich abgehobene Genderfreaks dafür stark machen, dass jedes Geschlecht (…) ein eigenes Häusl braucht, erscheint all das plötzlich als Pipifax-Problem, wenn man sich vor Augen führt, wie viele Millionen Frauen vorwiegend in der islamischen Welt, unterdrückt und immer noch barbarischen, grausamen, völlig sinnlosen Praktiken wie Genitalverstümmelung mit lebenslangen Spätfolgen ausgesetzt sind…. Kleinen Mädchen werden, meistens ohne Betäubung oder moderne medizinische Geräte, mit Rasierklingen, Messern, Scheren, Dornen als “Nadel”, die Klitoris, die großen und die kleinen Schamlippen komplett weg geschnitten.

Ich sah einmal eine Doku, wo zwar das eigentliche Geschehen verpixelt war, aber mit Ton. Die gellenden, durchdringenden Schmerzensschreie des kleinen Mädchens hab ich heute noch im Kopf. Und ihr Gesicht. VOR der Beschneidung ein fröhliches, kleines Mädchen, dem man einredet, sie wird dadurch zur Frau, “versüßt” durch ein paar goldene Ohrringe und ein paar Tage gutes Essen, danach gebrochene, entsetzte Augen, die die Welt nicht mehr verstehen, warum fügen einem Menschen, die einem zu lieben behaupten, solche Schmerzen zu? Danach wird alles zugenäht, bis auf eine Stecknadelkopf große Öffnung. Unmittelbar nach der “Operation” werden den unter Schock stehenden, traumatisierten Mädchen meistens die Beine zusammengebunden. Häufig entzünden sich die Wunden und die Mädchen sterben…”

FRAUEN, VERTEIDIGT EURE RECHTE – JETZT!

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