Vor Sturz: Ex-Miss Austria soll mit Handy am Geländer gesessen haben

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Ena Kadic wurde vor ihrem Sturz noch von Trio gesehen.
Ena Kadic wurde vor ihrem Sturz noch von Trio gesehen. - © APA/Zeitungsfoto.at
Nach dem Tod der Ex-Miss Austria Ena Kadic wurde bekannt, dass das Model von einem Trio gesehen wurde, als sie auf dem Geländer der Aussichtsplattform Drachenfelsen gesessen hat. Die Obduktion ergab ein Polytrauma, das auf den Sturz zurück zu führen ist. Die Polizei geht nicht von Fremdverschulden aus.

Dienstagfrüh hatte die Polizei noch erklärt, die 26-Jährige liege auf der Intensivstation und befinde sich “in kritischem Zustand”. Die 26-Jährige soll unmittelbar nach ihrem Absturz noch selbst ihren Bruder am Handy von dem Unglück informiert haben. Er rief dann die Mutter. Anschließend wurde die Rettungskette in Gang gesetzt.

Vor verheerendem Sturz: Kadic mit Handy auf Geländer beschäftigt

Am Montag hatte sich bei der Polizei ein Ehepaar gemeldet, das mit einem Bekannten unterwegs war und Kadic bei der Aussichtsplattform Drachenfelsen gesehen hatten. Sie sei dort auf einem Geländer gesessen und habe sich mit ihrem Handy beschäftigt. Das Trio fertigte um 12.32 Uhr ein Panoramabild an. Zu dem verhängnisvollen Sturz sei es dann um 13.12 Uhr gekommen. Die Polizei ersuchte Spaziergänger, die in den 45 Minuten vor dem Sturz Kadic noch gesehen haben könnten, sich zu melden.

Der Unglücksort befindet sich am Bergisel in unmittelbarer Nähe der unwegsamen Sillschlucht im Gemeindegebiet von Innsbruck. Die Gegend wird als Naherholungsgebiet im Süden der Landeshauptstadt gerne von Freizeitsportlern und Spaziergängern genutzt.

Die Mutter hatte sich nach dem Anruf ihres Sohnes am Freitag schließlich selbst auf die Suche nach ihrer Tochter gemacht. Nahe der zum Teil verglasten Aussichtsplattform Drachenfelsen, die in die Sillschlucht hineinragt, bat sie zwei Studenten im Alter von 26 und 27 Jahren um Hilfe. Die beiden fanden die 26-Jährige dann unterhalb der Aussichtsplattform. Nach der Erstversorgung wurde sie von der Crew des Notarzthubschraubers geborgen und mit lebensgefährlichen Verletzungen in die Innsbrucker Klinik geflogen.

Nach dem Tod der Ex-Miss Austria in Tirol

Die genaueren Umstände des Absturzes waren vorerst weiter unklar. Kadic selbst war seit ihrer Rettung vom Unfallort nicht mehr zu Bewusstsein gekommen. Die Ermittler hatten vergeblich gehofft, die Verunglückte befragen zu können.

Der Tod von Kadic sorgte auch in den sozialen Netzwerken für Trauer. Ex-Miss-Austria Patricia Kaiser schrieb etwa auf ihrer Facebook-Seite: “Warum!? Diese Frage hab ich mir schon zu oft gestellt … Es gibt keine Erklärung, nur den Trost, dass ich eine unvergessene Zeit mit dir erleben durfte! Danke wundervoller Engel, im Herzen wirst du immer bei uns sein.” Philipp Knefz, Mister Austria 2013, postete: “In einer solchen Situation würdest du es als letztes gut heißen, in Trauer zu versinken. Aber natürlich bin ich traurig und sitze mit Tränen vor meinem Computer. Liebe Ena, du schaust von oben auf uns herab!”

Auch bei der Miss Austria Cooperation zeigte man sich betroffen. “Wir stehen noch immer unter Schock und müssen in tiefer Trauer von unserer Miss Austria 2013 Ena Kadic Abschied nehmen. Ihre Herzlichkeit, ihre Schönheit und ihre Begeisterung wird uns und unseren Missen immer in Erinnerung bleiben”, hieß es in einer Stellungnahme.

(apa/red)

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