EGS Haringsee peppte vergifteten Seeadler wieder auf

Der Seeadler kann bereits wieder fliegen.
Der Seeadler kann bereits wieder fliegen. - © APA (Symbolbild)
Das seltene Tier war Ende September “total geschwächt” in einem Feld gefunden worden. Am Samstag soll er wieder ausgewildert werden.

In der Eulen- und Greifvogelstation (EGS) Haringsee (Bezirk Gänserndorf) hat sich in den vergangenen Tagen ein durch Bakterien in der Nahrung vergifteter Seeadler erholt. Er soll am Samstag wieder ausgewildert werden, teilte die Tierschutzorganisation Vier Pfoten in einer Aussendung mit.

Der seltene Seeadler war Ende September verkrampft und flugunfähig auf einem Feld in Zistersdorf (Bezirk Gänserndorf) entdeckt worden. Die Polizei informierte die EGS. Der Greifvogel sei “total geschwächt” gewesen, berichtete Brigitte Kopetzky von Vier Pfoten. “Äußerlich sichtbare Verletzungen hatte er keine, aber sehr auffällig war sein voller Kropf.”

Daher wurde das Tier in die Vogelklinik der Veterinärmedizinischen Universität Wien gebracht, wo verweste Reste von Tiernahrung entfernt wurden. Vermutlich hatte der Adler bakteriell stark kontaminiertes Aas gefressen. In der EGS erholte er sich in einer großen Flugvoliere. Samstagvormittag soll er wieder zu seiner Partnerin in Zistersdorf gebracht werden. Es handelt sich laut Vier Pfoten um das einzige Brutpaar in Österreich, das fernab von Gewässern lebt.

(APA, Red.)

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